01 May 2026, 08:05

Willichs Kita-Krise: Eltern protestieren gegen Gebührenpläne und Rabattkürzungen

Ein Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen zeigt, die Familien hunderte Dollar monatlich kosten k├änen.

Willichs Kita-Krise: Eltern protestieren gegen Gebührenpläne und Rabattkürzungen

Die anhaltende Debatte um die Kinderbetreuung in Willich hat Eltern verärgert zurückgelassen, da bisher keine klaren Lösungen in Sicht sind. Probleme wie Personalmangel, Schließungen von Einrichtungen und steigende Gebühren bleiben ungelöst. Nun haben neue Vorschläge zu Geschwisterrabatten und Gebührenanpassungen für weitere Kontroversen gesorgt.

Die Stadtverwaltung prüft derzeit die elterlichen Eigenanteile, um die finanzielle Belastung zu verringern. Geplant ist unter anderem, die Befreiungen für Geschwisterkinder zu reduzieren, um 500.000 Euro einzusparen, sowie die Gebührenerhöhungen auf drei Prozent zu begrenzen, was zusätzliche 100.000 Euro bringen soll. Bürgermeister Christian Pakusch betonte jedoch, dass es in der Diskussion um eine Anpassung der Geschwisterbeiträge gehe – nicht um eine vollständige Streichung der Rabatte.

Eltern, darunter Marlene Mendes aus dem Stadtteil Anrather, reagieren empört auf die geplanten Änderungen. Viele lehnen höhere Gebühren und die Kürzung von Geschwisterrabatten ab und argumentieren, dass dies Familien ungerechtfertigt belaste. Auch der Jugend- und Erziehungsbeirat (JAEB) hat sich zu Wort gemeldet und erklärt, dass neue Gebühren und Anpassungen eine unnötige zusätzliche Belastung darstellen würden.

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In Nachbarstädten wie Nettetal und Kempen wird bereits bei allen Betreuungsangeboten eine 50-prozentige Geschwistergebühr erhoben. In Willich jedoch wehrt sich die SPD-Fraktion gegen die Pläne und schlägt stattdessen Einsparungen in Höhe von 115.000 Euro für den Haushalt 2026 vor – ohne die Kosten für Eltern zu erhöhen. Ihrer Meinung nach dürfe die Haushaltskonsolidierung nicht auf dem Rücken von Kindern und Familien ausgetragen werden.

Die Verwaltung wird ihre Vorschläge für Änderungen auf der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 28. April vorlegen. Noch sind keine endgültigen Entscheidungen gefallen, da die gewählten Vertreter die Pläne erst beraten und absegnen müssen.

Die finanziellen Herausforderungen der Stadt haben zu einer Überprüfung der Kita-Gebühren geführt, doch bisher wurden keine konkreten Maßnahmen beschlossen. Eltern und politische Gruppen lehnen die Vorschläge weiterhin ab, sodass das Ergebnis ungewiss bleibt. Die nächsten Schritte hängen von der anstehenden Ausschusssitzung und weiteren Beratungen ab.

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