Wie Field-Target-Schießen in Deutschland zur etablierten Sportart wurde
Jonas SchmittWie Field-Target-Schießen in Deutschland zur etablierten Sportart wurde
Field-Target-Schießen in Deutschland: Die Anfänge einer neuen Disziplin
Die ersten Schritte des Field-Target-Schießens in Deutschland datieren auf die späten 1990er-Jahre zurück. Entscheidenden Auftrieb erhielt die Disziplin, als der Biologieprofessor Volker Blüm den ersten deutschen Parcours entwarf. Bald folgte der erste Wettbewerb – der Startschuss für ein neues sportliches Kapitel.
Das erste deutsche Field-Target-Turnier fand im Mai 1999 in Leipzig statt. Die Teilnehmer nutzten Luftgewehre, die von führenden Herstellern zur Verfügung gestellt wurden, während RWS und H&N das Schrot lieferten. Um das wachsende Interesse zu bedienen, importierte H&N 50 schwere Stahlziele aus England.
Schon im Herbst 1999 reiste eine deutsche Delegation zur Midland Game Fair in England, um für den Sport zu werben. Hersteller wie Walther und Feinwerkbau begannen, spezielle Field-Target-Luftgewehre zu entwickeln – das Anschütz 2020 FT gilt als eines der ersten Modelle seiner Art in Deutschland.
Ende 2000 gelang es Volker Blüm, Fritz Gepperth davon zu überzeugen, Field Target in den Bund Deutscher Sportschützen (BDS) aufzunehmen. Zeitgleich gründete sich in Düsseldorf der Erste Deutsche Field-Target-Club 2000. Seine Satzung enthielt eine „Schützenförderung“-Initiative, die neuen Vereinen und Abteilungen den Einstieg erleichtern sollte.
Die Disziplin gewann in Deutschland schnell an Struktur und Anerkennung. Neue Ausrüstung, Vereinsgründungen und die Unterstützung des Verbandes legten den Grundstein für ihren Aufstieg. Field Target war längst keine Idee mehr – es entwickelte sich zu einer etablierten Wettkampfsportart.
