Wie eine Digitalisierungsbeauftragte Kreuzau in die digitale Zukunft führt
Jonas SchmittWie eine Digitalisierungsbeauftragte Kreuzau in die digitale Zukunft führt
Kreuzau, eine 18.000-Einwohner-Stadt in Nordrhein-Westfalen, ernannte 2022 eine Digitalisierungsbeauftragte. Maike Ochs leitet seitdem den Sommer jenes Jahres die digitale Transformation der Kommune. Ihre Stelle wird bis Ende 2026 durch externe Förderung finanziert.
Als Ochs ihre Arbeit aufnahm, nutzten nicht alle Ämter in Kreuzau durchgehend ein Dokumentenmanagementsystem. Mittlerweile arbeitet sie in einer 80-Prozent-Stelle über einen externen IT-Dienstleister. Ihre Bemühungen haben dazu beigetragen, die Verwaltung der Stadt zu modernisieren.
Heute sind in Kreuzau viele Akten digital verfügbar – darunter Wohngeldanträge, Hundeanmeldungen und Personalakten. Ein neues Online-Buchungssystem ermöglicht Bürgerinnen und Bürgern zudem die Reservierung von Sporteinrichtungen und Versammlungsräumen. Ochs hat ein Team von 16 Digital-Lotsen aufgebaut, die bei der Umsetzung dieser Veränderungen unterstützen.
Die Digital-Lotsen wirken als Ansprechpartner in jedem Fachbereich, bringen Fachwissen für Dienstleistungen ein, die bald vollständig digital ablaufen sollen, und sorgen so für einen reibungslosen Übergang zu den neuen Systemen in der gesamten Verwaltung.
Die Stelle der Digitalisierungsbeauftragten in Kreuzau ist bis 2026 gesichert. Die Stadt hat Fortschritte bei der Digitalisierung ihrer Services und Akten gemacht. Doch eine Umfrage aus dem Jahr 2023 zeigte: Noch immer verfügt die Hälfte aller deutschen Kommunen über keine solche Position.






