15 March 2026, 20:04

Viersen droht bis 2031 die Pleite – IHK warnt vor fatalen Steuerplänen

Ein Blatt mit einer Zeichnung eines Gebäudes, eines Wagens mit Gegenständen und einigen Menschen, mit Text unten, der "die traurigen und dunklen Auswirkungen der Steuern von 1784" lautet.

Viersen droht bis 2031 die Pleite – IHK warnt vor fatalen Steuerplänen

Viersen steht vor ernsten finanziellen Problemen. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) warnt vor geplanten Steuererhöhungen, die die Stadt noch weiter in die Krise stürzen könnten. Sollten die Ausgaben- und Einnahmenlücken nicht geschlossen werden, droht Viersen bis 2031 die Insolvenz. Wirtschaftsvertreter fordern nun alternative Lösungen, um die lokale Wirtschaft nicht zusätzlich zu belasten.

Die IHK übt scharfe Kritik an den Plänen, bis 2027 die Grund- oder Gewerbesteuern in Viersen anzuheben. Die Stadt erhebt bereits jetzt die zweit höchsten Grundsteuern für gewerbliche Immobilien in ihrem IHK-Bezirk. Weitere Erhöhungen, so die Kammer, würden die Wettbewerbsfähigkeit schwächen und Investitionen abschrecken.

Die finanzielle Lage Viersens ist düster. Für 2026 wird ein Defizit von 39 Millionen Euro erwartet, und bis mindestens 2029 rechnet die Stadt mit jährlichen Fehlbeträgen von 25 bis 35 Millionen Euro. Steigende Kosten – insbesondere für Jugendhilfe und Kreisumlagen – belasten den Haushalt stark. Ohne Gegenmaßnahmen könnte die Stadt bis 2031 insolvent werden.

Die IHK anerkennt zwar die freiwilligen Konsolidierungsbemühungen der Stadt, warnt jedoch, dass die Personalkosten weiterhin unberechenbar seien. Statt Steuererhöhungen schlägt die Kammer vor, Gewerbegebiete auszubauen und die Zusammenarbeit mit Nachbarcommunen zu stärken. Diese Schritte, so die Argumentation, würden die finanzielle Last verringern, ohne die Wirtschaft zu belasten.

Die Position der IHK unterstreicht den schwierigen Spagat, den Viersen zwischen Haushaltskonsolidierung und Wirtschaftswachstum bewältigen muss. Ohne neue Einnahmequellen oder strenge Ausgabenkontrollen riskiert die Stadt eine noch tiefere finanzielle Schieflage. Die Verantwortlichen stehen nun vor der Herausforderung, die Defizite zu bekämpfen und gleichzeitig die lokale Wirtschaft zu stärken.

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