27 April 2026, 08:05

Vier Kinder in verwahrlostem Haus entdeckt – Hassparolen und Vandalismus erschüttern Rüthen

Verlassenes Gebäude mit graffiti-bedeckten Wänden und Decke, Schutt auf dem Boden, mehreren Türen und Fenstern im Hintergrund und verstreuten Gegenständen.

Vier Kinder in verwahrlostem Haus entdeckt – Hassparolen und Vandalismus erschüttern Rüthen

Am Freitagnachmittag wurde die Polizei in Rüthen zu einem verlassenen Haus in der Lippstädter Straße gerufen. Im Inneren entdeckten die Beamten vier Kinder im Alter von 11 bis 12 Jahren sowie Spuren von Vandalismus und verstörende Graffiti. Der Vorfall wirft Fragen nach dem Verhalten Jugendlicher und möglichen hassmotivierten Straftaten in der Region auf.

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Die Einsatzkräfte trafen gegen 15 Uhr am Tatort ein, nachdem Anwohner gemeldet hatten, dass sich Kinder weigerten, das heruntergekommene Gebäude zu verlassen. Bei der Durchsuchung stießen sie auf die Gruppe sowie auf einen 13-jährigen Jungen, der angeblich eine Luftdruckpistole, Sprühdosen und eine Sturmhaube mitgebracht hatte. An den Wänden prangten fremdenfeindliche Parolen wie "Nicht gut Juden Nichterlaubt" und "fuck room".

Der 13-Jährige wird beschuldigt, alle Fenster eingeschlagen und mit der Luftdruckpistole auf die Fassade des Hauses geschossen zu haben. Die Polizei verhörte die Kinder vor Ort, sicherte Beweismaterial und ließ sie anschließend gehen. Später behaupteten die jüngeren Kinder, der Ältere habe sie geschlagen, nachdem er erfahren hatte, dass sie mit den Behörden gesprochen hatten.

Bei der offiziellen Vernehmung in Anwesenheit seiner Mutter gestand der Beschuldigte die Taten nicht vollständig. Die Beamten beschrieben die Szene als schockierend brutal und respektlos. Nun prüfen die Ermittler, ob derselbe Jugendliche in einen unabhängigen Einbruch in der Lippstädter Straße am 14. März 2025 verwickelt war.

Der Fall bleibt weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. Die Polizei untersucht mögliche Zusammenhänge mit früheren Straftaten. Die Entdeckung von Hassgraffiti und gewalttätigem Verhalten hat zu einer verstärkten Überprüfung von Jugendaktivitäten in der Region geführt. Bislang wurden keine weiteren Anklagen erhoben oder präventive Maßnahmen bekannt gegeben.

Quelle