16 March 2026, 02:03

Verkehrsunfälle im Kreis Steinfurt: Weniger Vorfälle, aber mehr schwere Verletzungen 2025

Eine Liniendiagramm, das die Anzahl der tödlichen Arbeitsunfälle durch wichtige Ereignisse oder Expositionen von 2017 bis 2021 zeigt, mit begleitendem Text.

Verkehrsunfälle im Kreis Steinfurt: Weniger Vorfälle, aber mehr schwere Verletzungen 2025

Verkehrsunfälle im Kreis Steinfurt zeigen 2025 gemischte Entwicklungen

Im Jahr 2025 zeichneten sich im Kreis Steinfurt unterschiedliche Trends bei Verkehrsunfällen ab: Zwar ging die Gesamtzahl der Vorfälle leicht zurück, doch stiegen schwere Verletzungen und Todesfälle unter besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmern an. Gleichzeitig verzeichnen die Behörden Fortschritte bei der Reduzierung von Wildunfällen dank gezielter Sicherheitsmaßnahmen.

Laut Angaben der Polizei Steinfurt wurden 2025 insgesamt 12.360 Verkehrsunfälle registriert – ein Rückgang um 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotz dieser Abnahme stieg die Zahl der Schwerverletzten um etwa 5 Prozent gegenüber 2024.

Die Anzahl der tödlichen Unfälle blieb mit 11 Vorfällen und 11 Toten unverändert. Statistisch betrachtet wirkt sich jeder Verkehrstote auf 113 Menschen aus, darunter Angehörige, Rettungskräfte und Zeugen. Raserei zählt weiterhin zu den drei häufigsten Ursachen für schwere Unfälle.

Besonders gefährdet waren schutzbedürftige Verkehrsteilnehmer: Fünf Fahrer von Pedelecs (Elektro-Fahrrädern mit Tretunterstützung) kamen 2025 ums Leben, vier von ihnen waren Senioren über 64 Jahre. Bei Motorradfahrern stieg die Zahl der Verletzten von 85 (2024) auf 100. Die Verletzungen durch E-Scooter nahmen sogar um 70 Prozent zu – 25 Fälle mehr als im Vorjahr.

Auch leichte Verletzungen nehmen kontinuierlich zu: Seit 2019 ist hier ein Anstieg um 16 Prozent zu verzeichnen. Positiv entwickelt sich hingegen die Zahl der Wildunfälle, die zwischen 2019 und 2025 um 25 Prozent sank. Maßgeblich dazu beigetragen haben LED-Warntafeln, Radarsensoren und 15 Kilometer Wildtierkorridore. Die Wildwarnsystem-App des Kreises und laufende Überwachungen sollen die Zahlen weiter drücken.

Die Daten zeigen: Für Radfahrer, Motorradfahrer und E-Scooter-Nutzer bleibt die Lage im Kreis Steinfurt riskant. Die Maßnahmen zum Wildschutz haben sich hingegen bewährt und die Unfälle in sechs Jahren um ein Viertel reduziert. Die Behörden setzen auf den Ausbau dieser Systeme und bekämpfen gleichzeitig Geschwindigkeitsüberschreitungen sowie weitere zentrale Risikofaktoren.

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