Stefan Raabs Comeback floppt: Vom Quotenkönig zum Quotentief
Stefan Raab gab im September 2024 ein vielbeachtetes Fernseh-Comeback – mit neuen Formaten wie Raab vital und Late Night Berlin. Die Rückkehr folgte seinem Revanchekampf gegen Boxlegende Regina Halmich. Doch nach anfänglicher Euphorie sind die Einschaltquoten dramatisch eingebrochen – weit entfernt von den 5 bis 7 Millionen Zuschauern, die seine Erfolgsreihe TV total in ihren Glanzzeiten verfolgten.
Die Kritik wird lauter: Kollege Oliver Pocher bezeichnete das Revival als "katastrophales Scheitern" und stellte dessen Originalität infrage. Raabs Comeback startete mit zwei neuen Formaten: Raab vital auf Joyn und Late Night Berlin auf RTL. Anfangs verfolgten noch zwischen 0,5 und 1,2 Millionen Zuschauer die Sendungen. Doch bis Anfang 2026 hatten sich die Zahlen halbiert – manche Ausgaben erreichten kaum noch 500.000 Zuschauer. Seine aktuelle Late-Night-Show kämpft mittlerweile damit, auch nur 380.000 Zuschauer pro Folge zu halten.
Der Quoteneinbruch führte zur Absetzung seiner Comedy-Impro-Show Hier wird kein Millionär nach schwachen Einschaltzahlen. Oliver Pocher, der RTL kürzlich verließ, äußert sich indes unmissverständlich zu den Problemen: Raabs neue Konzepte fehlten die Kreativität und Energie von TV total, so der Komiker. Auch wies er Vorwürfe zurück, das Comeback sei nur dem Geld geschuldet – die Formate kämen schlicht nicht beim Publikum an.
Während Raabs frühe Arbeit jahrelang die deutsche Unterhaltungslandschaft prägte, hat Pocher längst eigene TV-Projekte entwickelt. Der Kontrast zwischen einstigem Erfolg und heutigen Schwierigkeiten lässt viele zweifeln, ob der Entertainer an alte Stärke anknüpfen kann. Raabs jüngste Projekte stehen nun vor einer ungewissen Zukunft. Mit weiter sinkenden Quoten und gestrichenen Formaten wächst die Kluft zwischen heutiger Performance und vergangener Größe. Veränderte Sehgewohnheiten und harte Konkurrenz im Late-Night-Bereich erschweren eine Trendwende zusätzlich.






