06 June 2026, 16:04

Solingen kämpft um schnelle Stroke Unit und neurologische Abteilung im Städtischen Klinikum

Stroke Unit: SPD bezeichnet Kplus-Gruppen-Kritik als 'peinlich und nervig'

Solingen kämpft um schnelle Stroke Unit und neurologische Abteilung im Städtischen Klinikum

Solingens Städtisches Klinikum steht unter Druck, schnell eine neue neurologische Abteilung und eine Stroke Unit aufzubauen. Die Aufgabe sei dringend, betont Iris Preuß-Buchholz, die Verzögerungen kritisiert und stärkere Unterstützung vom Land fordert. Zugleich wies sie jüngste Angriffe der Kplus-Gruppe als unbegründet und kontraproduktiv zurück.

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Preuß-Buchholz begrüßte die Entscheidung der Kplus-Gruppe, Pläne zur Verlegung der Schlaganfallversorgung nach Hilden fallen zu lassen. Sie hatte stets argumentiert, dass eine Verlegung der Einheit aus Solingen für eine Großstadt unpraktikabel sei. Die Kehrtwende ermöglicht es dem Städtischen Klinikum nun, sich auf den Ausbau der eigenen Kapazitäten zu konzentrieren.

Das Krankenhaus bezeichnete sie als „Maximalversorger“, der mit modernster Diagnostik und Therapie ausgestattet sei. Dennoch bleibe der Neubau der neurologischen Abteilung und der Stroke Unit eine „gewaltige Herausforderung“, die zügig umgesetzt werden müsse.

Gleichzeitig forderte Preuß-Buchholz „konkrete Zusagen“ von der Landesregierung für die Finanzierung der millionenschweren Investitionen im Gesundheitsbereich. Sie stellte infrage, ob der direkt gewählte CDU-Vertreter Sebastian Haug sich ausreichend für Solingens Gesundheitsbelange einsetze.

Ihre Kritik richtete sich auch gegen die Führung der Kplus-Gruppe, deren frühere Äußerungen sie als „peinlich und empörend“ bezeichnete. Sie machte die Verantwortlichen für die aktuellen Schwierigkeiten mitverantwortlich und warf ihnen vor, mit früheren Vorschlägen unnötige Hürden geschaffen zu haben.

Nun geht das Klinikum die Pläne zum Ausbau der Neurologie und Schlaganfallversorgung an. Entscheidend für die Einhaltung der engen Bauzeitpläne werden Landesmittel und politische Rückendeckung sein. Preuß-Buchholz machte deutlich: Weitere Verzögerungen oder Streitigkeiten könnten die lebenswichtige Versorgung der Solinger Bevölkerung gefährden.

Quelle

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