Solingen kämpft gegen wachsende Armut: 30.000 Betroffene und 820 Kleinkinder in Not
Lukas HartmannSolingen kämpft gegen wachsende Armut: 30.000 Betroffene und 820 Kleinkinder in Not
Armutsproblem in Solingen wächst: 30.000 Betroffene, darunter 820 Kleinkinder
Eine aktuelle Veranstaltung der Solinger Armutskonferenz (SAK) hat die zunehmende Armut in der Stadt ins Rampenlicht gerückt. Referierende präsentierten erschütternde Fallbeispiele von Kindern und Senioren in Not und machten deutlich: Rund 30.000 Einwohner:innen – darunter 820 Kinder unter drei Jahren – leben in Armut. Die Veranstaltung fand am Dienstagabend im Kiwanis Club Solingen statt, wo sich lokale Serviceclubs austauschten, um Lösungsansätze zu entwickeln.
Heike Auer, Horst Koss und Uli Preuß leiteten die Diskussion und veranschaulichten anhand konkreter Schicksale die Herausforderungen benachteiligter Gruppen. Unter den Teilnehmenden befanden sich medizinisches Personal und ehrenamtliche Sozialhelfer:innen, die von den bereits laufenden Hilfsinitiativen in der Gemeinde beeindruckt waren. Der Kiwanis Club Solingen organisiert etwa jährlich die Aktion „Schulranzen für alle“ und hat nun die Kampagne „Geschenk der Wärme“ ins Leben gerufen, um bedürftige Kinder zu unterstützen.
Die SAK kündigte zudem für 2024 eine Wanderausstellung an, um das Thema weiter in den öffentlichen Fokus zu rücken. Parallel wird die Armutskonferenz ihr jährliches Fachforum fortsetzen und im Frühjahr 2024 eine eigene Website lancieren.
Den Abschluss des Abends bildete eine Podiumsdiskussion sowie die Vorstellung des „Solinger Initiativen-Wegweisers“, eines 14-seitigen Leitfadens mit vertrauenswürdigen lokalen Anlaufstellen. Kiwanis-Präsident Hartmut Hoferichter erhielt als Erster ein Exemplar – ein Symbol für die bessere Vernetzung der Hilfsangebote.
Die Veranstaltung unterstrich die Dramatik der Armut in Solingen, wo auch über 2.200 Senior:innen von finanzieller Not betroffen sind. Mit der geplanten Ausstellung und der Website will die SAK das öffentliche Bewusstsein und die Unterstützung stärken. Vereine wie Kiwanis bauen ihre Initiativen weiter aus, um denen direkt zu helfen, die es am dringendsten brauchen.






