Skyr-Mangel in Supermärkten: Warum das Trend-Produkt plötzlich fehlt
Skyr wird in deutschen Supermärkten knapp – Nachfrage übersteigt das Angebot bei Weitem
In deutschen Supermärkten ist Skyr mittlerweile nur noch schwer zu finden, da die Nachfrage das Angebot bei Weitem übersteigt. Die Verkäufe des isländischen Streichjoghurt-Stils stiegen Anfang 2025 um über 30 Prozent an, um dann bis Februar 2026 sogar um 43 Prozent in die Höhe zu schnellen. Der Mangel lässt Kundinnen und Kunden ratlos zurück – große Handelskette wie Rewe, Edeka und Kaufland kämpfen seit Anfang Februar damit, die Regale wieder aufzufüllen.
Der plötzliche Nachfrageboom geht auf virale Trends in den sozialen Medien zurück. Rezepte wie Skyr-Lotus-Käsekuchen oder Skyr-Energy-Drink-Mischungen verbreiten sich rasant auf TikTok und Instagram. Der Online-Hype hat die Nachfrage auf Rekordniveau getrieben und die Hersteller unvorbereitet getroffen.
Arla, einer der größten Skyr-Hersteller, produziert mittlerweile an der Kapazitätsgrenze. Das Unternehmen sucht nach Möglichkeiten, die Produktion auszuweiten, sieht sich jedoch mit Verzögerungen konfrontiert – bedingt durch Engpässe bei Rohstoffen und Verpackungsmaterialien. Supermärkte warnen, dass sich die Lage erst nach Ostern wieder normalisieren könnte.
Händler in ganz Deutschland melden dasselbe Problem. Edeka, Kaufland, Lidl und Aldi Nord verzeichnen alle einen deutlichen Anstieg des Kundeninteresses. Rewe bestätigte, dass die Verfügbarkeit weiterhin schwankt und einige Filialen vorübergehend keine Ware mehr vorrätig haben. Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) empfiehlt als Ersatz mageren Quark, doch viele Kundinnen und Kunden sind über die anhaltenden Lieferengpässe verärgert.
Die Skyr-Knappheit zeigt, wie schnell soziale Medien Lieferketten durcheinanderbringen können. Während Arla daran arbeitet, die Produktion hochzufahren, könnten Verbraucher noch Wochen auf vollständig gefüllte Regale warten müssen. Bis dahin werden Alternativen wie Quark beworben – doch der Hype um Skyr lässt nicht nach.