Seniorenrat warnt vor Fahrpreiserhöhungen und digitalen Tickets im Nahverkehr
Philipp KrügerSeniorenrat warnt vor Fahrpreiserhöhungen und digitalen Tickets im Nahverkehr
Der Seniorenrat hat dringende Bedenken gegen geplante Fahrpreiserhöhungen und die Umstellung auf rein digitale Ticketlösungen im öffentlichen Nahverkehr geäußert. Die Organisation warnt, dass diese Änderungen viele ältere Fahrgäste vor finanzielle und praktische Probleme stellen könnten, wenn es um die Bezahlbarkeit und Nutzung essenzieller Verkehrsangebote geht.
In einem am 19. November 2025 gefassten Beschluss forderte der Rat faire und transparente Tarife im gesamten VRR-Gebiet. Besonders kritisiert wird, dass steigende Kosten für verbundübergreifende Fahrten diejenigen unverhältnismäßig belasten würden, die bereits mit höheren Lebenshaltungskosten zu kämpfen haben.
Der Seniorenrat verlangt nun von den VRR-Verantwortlichen und Tarifpartnern, die geplanten Preiserhöhungen zu stoppen oder grundlegend zu überprüfen. Ältere Menschen, von denen viele über ein festes Einkommen verfügen, könnten weitere finanzielle Belastungen durch gestiegene Fahrtkosten schlicht nicht verkraften, so die Begründung.
Auch die vollständige Abkehr von analogen Ticketoptionen würde nach Ansicht des Rates Hürden schaffen. Viele Senioren seien weiterhin auf Fahrkartenautomaten, persönliche Schalter und gedruckte Tickets angewiesen. Der Rat besteht darauf, dass nicht-digitale Alternativen erhalten bleiben müssen, um eine Ausgrenzung zu verhindern.
Klar stellt der Seniorenrat: Bezahlbarkeit und Barrierefreiheit müssten im Mittelpunkt der Verkehrspolitik stehen. Ohne Gegenmaßnahmen drohten ältere Fahrgäste durch steigende Preise und rein digitale Systeme abgehängt zu werden.






