28 April 2026, 18:09

Schüler warnen mit Plakaten vor tödlichen Bahngefahren in Schwerte

Eine Gleisstrecke mit Plakaten an der Wand.

Schüler warnen mit Plakaten vor tödlichen Bahngefahren in Schwerte

Groß angelegte Sicherheitskampagne am Bahnhof Schwerte

Am 17. Juni fand am Bahnhof Schwerte eine eindrucksvolle Sicherheitsaktion statt, organisiert von der Bundespolizeidirektion Dortmund. Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Fröndenberg initiierten die Kampagne und gestalteten 44 Plakate, um auf die Gefahren im Bahnverkehr aufmerksam zu machen. Anlass war ein tragischer Unfall im Juli 2024, bei dem ein Mitschüler ums Leben kam.

Auslöser für die Aktion war ein tödlicher Vorfall im vergangenen Sommer: Ein Schüler der Gesamtschule Fröndenberg war auf einen Güterwagen geklettert und hatte dabei eine unter Strom stehende Oberleitung berührt. Diese Tragödie veranlasste Lehrkräfte, die Schulleitung und lokale Behörden zum Handeln.

Am 17. Juni reisten die Jugendlichen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern nach Schwerte. Entlang eines Zauns in der Nähe des Bahnhofs präsentierten sie ihre selbstgestalteten Plakate – jedes mit Warnungen vor den Risiken im Gleisbereich. Vertreten waren das Ordnungsamt, die Landespolizei, die Feuerwehr, die Deutsche Bahn, die Bundespolizei sowie die Stadt Schwerte.

Die Bundespolizei betonte die tödlichen Gefahren durch das Betreten von Gleisanlagen. Reisende wurden daran erinnert, sich stets hinter der markierten Sicherheitslinie aufzuhalten, bis Züge vollständig zum Stehen gekommen sind. Moderne Züge, so die Erklärung, könnten Hindernissen nicht ausweichen – zudem könne ihr Sog Gegenstände oder sogar Personen in Richtung Bahnsteigkante ziehen.

Nach der Veranstaltung bedankte sich die Stadt Schwerte bei den Schülerinnen und Schülern mit einer Einladung zum Eisessen. Medien berichteten breit über die Kampagne und hoben ihre Bedeutung für die Unfallprävention hervor.

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Die Plakate bleiben in der Nähe des Schwerter Bahnhofs ausgestellt – als ständige Mahnung vor den Gefahren im Bahnverkehr. Behörden und Schüler hoffen, dass die Aktion riskantes Verhalten im Umgang mit Zügen verringert. Gleichzeitig gedachten sie mit der Kampagne des im Vorjahr verstorbenen Mitschülers.

Quelle