S11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach startet mit Verzögerungen und jahrelangen Sperrungen
Philipp KrügerS11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach startet mit Verzögerungen und jahrelangen Sperrungen
Ausbau der S11 zwischen Köln und Bergisch Gladbach: Großprojekt startet – mit Verzögerungen und Einschränkungen
Die S-Bahn-Linie S11 zwischen Köln und Bergisch Gladbach steht vor einem umfassenden Ausbau, nachdem die Bauarbeiten nun grünes Licht erhalten haben. Das 836-Millionen-Euro-Projekt umfasst den Bau eines zweiten Gleises, die Modernisierung von Bahnhöfen und die barrierefreie Gestaltung – doch bereits jetzt zeichnen sich Verzögerungen und Behinderungen ab.
Geplant ist unter anderem ein neuer zweigleisiger Abschnitt zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach. Zudem entsteht der komplett neue Haltepunkt Köln-Kalk West, während wichtige Knotenpunkte wie der Kölner Hauptbahnhof und Köln Messe/Deutz zusätzliche Bahnsteige erhalten. Der Bahnhof Bergisch Gladbach wird auf vier Bahnsteigkanten erweitert, und sämtliche Stationen von Köln-Holweide bis Bergisch Gladbach werden vollständig barrierefrei ausgebaut.
Die Finanzierung teilen sich der Bund (531 Millionen Euro) und das Land Nordrhein-Westfalen (305 Millionen Euro). NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer bestätigte, dass bis zu diesem Sommer alle notwendigen Baugenehmigungen vorliegen sollten. Damit kann die DB InfraGO mit der Ausschreibung von Aufträgen beginnen und Gleissperrungen planen.
Doch der Zeitplan steht vor Herausforderungen: Ursprünglich sollte das zweite Gleis bis Anfang 2032 fertiggestellt sein, doch Überschneidungen mit anderen Projekten gefährden diesen Termin. Bergisch Gladbachs Erster Bürgermeister Ragnar Migenda rechnet damit, dass die Bauarbeiten frühestens Ende 2030 beginnen könnten. Pendler müssen sich zudem auf langfristige Einschränkungen einstellen – die erste größere Vollsperrung ist bereits für kurz nach Ostern 2026 vorgesehen.
Nach Abschluss der Arbeiten wird die S11 im 10-Minuten-Takt verkehren, in den Stoßzeiten fast alle fünf Minuten.
Ziel des Ausbaus ist es, die Kapazitäten und die Barrierefreiheit auf der stark frequentierten Pendlerstrecke zu erhöhen. Angesichts des knappen Budgets, unsicherer Zeitpläne und jahrelanger geplanten Sperrungen wird das Projekt jedoch die Geduld der Fahrgäste auf eine harte Probe stellen. Die termingerechte Fertigstellung hängt nun davon ab, ob Planungskonflikte gelöst und Genehmigungen zügig erteilt werden.






