01 May 2026, 14:10

Ricardo Araújo Pereira wagt sein erstes Solo-Stand-up – trotz Bühnenangst und politischer Angriffe

Cartoon eines Mannes und einer Frau im Gespräch mit einem humorvollen Plakat im Hintergrund.

Ricardo Araújo Pereira wagt sein erstes Solo-Stand-up – trotz Bühnenangst und politischer Angriffe

Der portugiesische Komiker Ricardo Araújo Pereira startet sein erstes Solo-Stand-up-Programm „Bitte bestätigen Sie, dass Sie kein Roboter sind“

Der Titel spielt auf Online-Verifizierungssysteme an und spiegelt die scharfsinnige Perspektive des Satirikers auf das moderne Leben wider. Bekannt für seinen beißenden Humor, sah sich Pereira immer wieder mit Gegenwind konfrontiert – insbesondere von der rechtspopulistischen Partei Chega und ihrem Vorsitzenden André Ventura.

Jahre lang stellten Fans Pereira dieselbe Frage: „Wann wird es endlich soweit sein?“ Seine lange erwartete Solotournee ist nun trotz eigener Bedenken Realität geworden. Bühnenauftritte, gibt er zu, machen ihn unwohl – ein Gefühl, das das Projekt möglicherweise verzögert hat. Doch die Energie eines Live-Publikums, das „Rauschen“ ihrer Reaktionen, bleibt der lohnendste Teil seiner Arbeit.

Seine wöchentliche Show beim Sender SIC löste wiederholt Beschwerden aus, oft von Anhängern der Chega. Seine Witze über die Partei und Ventura sorgen regelmäßig für Kontroversen, doch politische Einflussnahme weist er zurück. Seine Arbeit, betont er, habe kaum Auswirkungen auf die reale Politik.

Jenseits lokaler Debatten hat der Komiker Schwierigkeiten, Figuren wie Donald Trump auf die Schippe zu nehmen. Den ehemaligen US-Präsidenten nennt er einen „Clown“ – so überzeichnet in seinem Verhalten, dass Satire fast überflüssig wirke.

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Das Schreiben, nicht das Auftreten, ist Pereiras wahres Element. Ob allein oder mit Freunden: Das Entwickeln von Witzen vermittelt ihm ein Zugehörigkeitsgefühl, das die Bühne nicht bieten kann.

Mit „Bitte bestätigen Sie, dass Sie kein Roboter sind“ beginnt für Pereira eine neue Phase – trotz seiner Abneigung gegen Live-Auftritte. Sein Material bleibt provokant, von politischen Seitenhieben gegen die heimische Szene bis zu globalen Beobachtungen. Doch die politischen Folgen lassen ihn kalt. Im Mittelpunkt stehen für ihn das Lachen – und der gelegentliche Aufschrei –, die sein Werk auslöst.

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