14 June 2026, 10:03

Rettungsdienste in NRW kämpfen mit Personalmangel und längeren Wartezeiten

FREIHEITSDEMOKRATEN SETZEN SICH FÜR REFORMEN IM NOTFALLSERVICE EIN

Rettungsdienste in NRW kämpfen mit Personalmangel und längeren Wartezeiten

Rettungsdienste in Nordrhein-Westfalen geraten zunehmend unter Druck. Ein drohender Personalmangel könnte die Einsatzzeiten von Rettungswagen verlängern – besonders in kleineren Städten und ländlichen Regionen.

Der Freie Wählerverband Nordrhein-Westfalen hat schwere Bedenken gegenüber dem aktuellen System geäußert. Viele Rettungskräfte werden in Großstädten ausgebildet, doch kleinere Kommunen werben sie oft ab. Dadurch kämpfen ländliche Gebiete darum, die gesetzlich vorgeschriebenen Personalstandards im Rettungsdienst zu halten.

Der Verband fordert mehrere Maßnahmen, um die Krise zu bewältigen. So soll es berufliche Schulen geben, die speziell Rettungsfachpersonal ausbilden. Die vollständige Finanzierung dieser Ausbildung müsse von den zuständigen Kostenträgern übernommen werden, betont der Verband. Zudem schlägt er Landeszuschüsse vor, um die Ausbildungsvergütung der angehenden Kräfte zu sichern.

Ein weiterer zentraler Vorschlag ist die Einführung verbindlicher Höchstzeiten für die Ankunft von Ersthelfern. Aktuell gibt es in Nordrhein-Westfalen keine Vorgaben, wie schnell ein Rettungswagen eintreffen muss. Da viele erfahrene Mitarbeiter bald in Rente gehen, warnt der Verband vor weiteren Verzögerungen – sofern nicht gegengesteuert wird.

Ohne Reformen könnten Bürger in Notfällen noch länger auf Rettungskräfte warten. Die vorgeschlagenen Schritte zielen darauf ab, den Fachkräftemangel zu beheben und flächendeckend zuverlässige Einsatzzeiten zu garantieren. Kommunen sollen dabei unterstützt werden, ihre gesetzlichen Pflichten bei Personal und Reaktionszeiten zu erfüllen.

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