Rasende Verfolgungsjagd in Altena endet mit Sturz und schweren Vorwürfen
Lukas HartmannRasende Verfolgungsjagd in Altena endet mit Sturz und schweren Vorwürfen
Die Polizei in Altena hat an der europaweiten Roadpol-Kampagne "Konzentration im Verkehr" teilgenommen, um ablenkendes Verhalten im Straßenverkehr einzudämmen. Bei der Aktion wurde ein 20-jähriger Motorradfahrer ohne Führerschein nach einer kurzen Verfolgungsjagd gestellt. Dem Fahrer drohen nun mehrere Anklagepunkte, darunter gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr und gefälschte Kennzeichen.
Bei weiteren Kontrollen in der Stadt wurden Rasertempo, unversicherte Fahrzeuge sowie Autofahrer mit Handy am Steuer festgestellt.
Die Polizeimaßnahme begann mit Routinestreifen im Rahmen der Initiative "Konzentration im Verkehr", die sich gegen Ablenkung und rücksichtsloses Fahrverhalten richtet. Auf der Bahnhofstraße wurden elf Fahrer dabei erwischt, wie sie die zulässigen 30 km/h überschritten. Acht von ihnen erhielten sofortige Bußgelder, während gegen drei formelle Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet werden.
Fünf Autofahrer missachteten rote Ampeln, weitere fünf wurden angehalten, weil sie ohne gültigen Versicherungsschutz unterwegs waren. Jeder dieser unversicherten Fahrer muss nun mit einem sofortigen Fahrverbot rechnen.
Der schwerwiegendste Vorfall betraf den 20-jährigen Motorradfahrer. Beamte beobachteten, wie er in der Nähe einer Tankstelle auf der Bahnhofstraße gefährlich überholte. Als sie ihn mit Blaulicht und Sirene zum Anhalten aufforderten, setzte er die Fahrt fort. Es folgte eine kurze Verfolgungsjagd, bis der Fahrer zu Beginn der Uferstraße die Kontrolle verlor und stürzte. Die Polizei stellte fest, dass er weder einen Führerschein besaß noch sein Kennzeichen echt oder das Motorrad versichert war. Nun wird gegen ihn wegen mehrerer Straftaten ermittelt, darunter illegales Rennen und Flucht vor der Polizei.
Zwölf weitere Autofahrer wurden bestraft, weil sie während der Fahrt ihr Handy benutzten. Jeder von ihnen muss ein Bußgeld von 100 Euro zzgl. Gebühren zahlen und erhält einen Punkt in Flensburg.
In Sachsen wurden im Rahmen der "Konzentration im Verkehr"-Kampagne im vergangenen Jahr allein im Oktober 7.379 Fahrzeuge kontrolliert. Allerdings liegen noch keine bundesweiten Gesamtzahlen für 2026 von Roadpol oder den beteiligten Behörden vor.
Die Altenaer Aktion führte zu Bußgeldern, Fahrverboten und strafrechtlichen Ermittlungen. Der Fall des Motorradfahrers wird nun vor Gericht verhandelt, während andere Verkehrssünder mit Konsequenzen für Geschwindigkeitsüberschreitungen, Handybenutzung am Steuer und Versicherungsverstöße rechnen müssen. Die Polizei betonte, dass die Kampagne "Konzentration im Verkehr" weiterhin auf riskantes Verhalten abzielt, um die Unfallzahlen zu senken.






