17 March 2026, 00:44

Obdachlosigkeit in Ohligs: Bezirksbürgermeister fordert gemeinsame Lösungen vor dem Februar-Termin

Eine Häuserreihe an einer schneebedeckten Straßenecke mit einem Metallzaun, Bäumen, Fahrzeugen, Pfählen, Drähten und einem bewölkten Himmel.

Obdachlosigkeit in Ohligs: Bezirksbürgermeister fordert gemeinsame Lösungen vor dem Februar-Termin

Die Obdachlosigkeit in Ohligs, Solingen, hat eine Debatte ausgelöst, nachdem Vorwürfe über politische Zusammenarbeit bekannt wurden. Bezirksbürgermeister Marc Westkämper wies die Behauptungen, er habe einen CDU-Antrag mit Unterstützung der AfD befördert, entschlossen zurück. Stattdessen fordert er ein gemeinsames Vorgehen, um schutzbedürftige Menschen während der kalten Wintermonate zu unterstützen.

In Ohligs wurden Obdachlose unter einer Unterführung lebend gesichtet, doch die genaue Zahl bleibt unklar. Nun drängen lokale Verantwortliche auf praktische Lösungen, noch vor der nächsten Bezirksratssitzung am 23. Februar.

Westkämper betonte, dass die Hilfe für Obdachlose nicht nur eine politische, sondern vor allem eine moralische Verpflichtung sei. Er argumentiert, dass die Verhinderung von Krankheiten oder Todesfällen bei eisigen Temperaturen absolute Priorität habe. Gleichzeitig erkennt er die Sorgen der Anwohner an und besteht darauf, dass beide Anliegen gemeinsam angegangen werden können – und müssen.

Die CDU-Fraktion hat einen ersten Schritt unternommen und zu einer Gesprächsrunde mit Beteiligten am 19. Februar eingeladen. Westkämper begrüßt diesen Vorstoß und erklärt sich bereit, mit allen Ratsfraktionen zu verhandeln, um tragfähige Lösungen zu finden. Wiederholt hat er die Notwendigkeit von Dialog und gemeinsamer Verantwortung statt Spaltung betont.

Obwohl lokale Berichte auf Obdachlose in der Gegend hinweisen, gibt es seit über einem Jahr keine offiziellen Erhebungen. Westkämpers Fokus liegt auf konkreten Maßnahmen – er ruft die Gemeinschaft dazu auf, gemeinsam zu handeln. Er hofft, dass die anstehende Bezirksratssitzung einen klaren, einheitlichen Plan hervorbringt, der Bedürftige unterstützt und gleichzeitig die Bedenken der Anwohner abmildert.

Für Westkämper besteht die Herausforderung darin, Soforthilfe mit langfristigen Strategien in Einklang zu bringen. Er ist überzeugt, dass nur eine überparteiliche Zusammenarbeit echten Fortschritt im Kampf gegen Obdachlosigkeit in Ohligs bringen kann.

Die Gesprächsrunde am 19. Februar und die Bezirksratssitzung vier Tage später werden entscheidend sein, um die weitere Vorgehensweise zu prägen. Westkämpers Appell an konstruktive Zusammenarbeit deutet darauf hin, dass er praktische Lösungen statt politischer Grabenkämpfe anstrebt. Das Ergebnis wird zeigen, wie Ohligs Obdachlosigkeit bekämpft – und gleichzeitig das Vertrauen in der Gemeinschaft stärkt.

AKTUALISIERUNG

Gemeinschaftliche Initiative strebt in Solingen nach einem Gleichgewicht zwischen Obdachloseneinrichtungen und öffentlichem Raum

Ein neues Konzept von SG Zukunft und CDU will in Solingen der Obdachlosigkeit durch Begrenzung von Übernachtungen in öffentlichen Bereichen und Erweiterung von menschenwürdigen Unterbringungsmöglichkeiten entgegenwirken. Wichtige Maßnahmen sind:

  • Schaffung sicherer und würdevoller Unterkünfte durch Zusammenarbeit mit sozialen Dienstleistern.
  • Gewährleistung des Zugangs zu öffentlichen Räumen für alle, während Hygiene- und Sicherheitsbedenken berücksichtigt werden.
  • Berücksichtigung von Haustieren und deren Rolle bei der emotionalen Stabilisierung von obdachlosen Personen.