NRW-Schwimmbäder verfallen – und Kinder zahlen den Preis
Schwimmbäder in Nordrhein-Westfalen verfallen zusehends
In ganz Nordrhein-Westfalen (NRW) sind Schwimmstätten in einem besorgniserregenden Zustand. Viele Bäder wurden dauerhaft geschlossen oder müssen wegen maroder Infrastruktur immer wieder den Betrieb einstellen. Die Folge: Rund jedes fünfte Grundschulkind in der Region kann nicht schwimmen.
Die JUNGEN FREIEN WÄHLER (JFW) NRW fordern nun dringendes politisches Handeln. Die Organisation kritisiert, dass die Bundesregierung lieber Projekte im Ausland fördere, statt die eigene Infrastruktur zu sanieren. So flossen 2020 rund 20 Millionen Euro aus Berlin in den Bau von Fahrradwegen in Peru – eine Fehlinvestition, wie Robert Viebahn, Landesvorsitzender der JFW NRW, moniert.
Zudem drängt die JFW NRW die Landesregierung, bestehende Schwimmbäder zu modernisieren. Aktuell setzt NRW auf fünf containerbasierte Mini-Schwimmbecken, die für 3 Millionen Euro angeschafft wurden, um Schwimmunterricht anzubieten. Doch die Gruppe bewertet dies als bloße Notlösung ohne nachhaltige Wirkung.
Ertrinken bleibt ein ernstes Risiko Allein 2023 ertranken bundesweit 378 Menschen, darunter 16 Kinder unter zehn Jahren und 29 Jugendliche zwischen elf und zwanzig. Mangelnde Schwimmfähigkeiten und falsche Selbsteinschätzung tragen maßgeblich zu diesen Unfällen bei.
Die JFW NRW fordert daher mehr Investitionen in Schwimmstätten und Schwimmausbildung. Ohne bessere Infrastruktur und flächendeckenden Unterricht werde sich das Ertrinkungsrisiko nicht verringern, warnt die Organisation. Statt kurzfristiger Maßnahmen brauche es endlich langfristige Lösungen.






