NRW-Minister steigen von E-Autos auf Diesel um – Reichweite entscheidet über Fahrzeugwahl
Philipp KrügerE-Auto weg - Finanzminister fährt wieder Diesel - NRW-Minister steigen von E-Autos auf Diesel um – Reichweite entscheidet über Fahrzeugwahl
Nordrhein-Westfalens Finanzminister Marcus Optendrenk hat seinen elektrischen Dienstwagen durch einen Diesel-Audi A8 L 50 TDI Quattro ersetzt. Der Wechsel erfolgte nach anhaltenden Problemen mit der begrenzten Reichweite seines bisherigen elektrischen BMW i7, der den Anforderungen seines vollen Terminkalenders nicht gewachsen war.
Optendrenk ist nicht der einzige Minister, der umgestiegen ist. Auch Bauministerin Ina Scharrenbach und andere Kollegen sind aus ähnlichen praktischen Gründen zu Diesel-Fahrzeugen zurückgekehrt.
Die Entscheidung Optendrenks fiel nach Ablauf des Leasingvertrags für den elektrischen BMW i7. Die Batteriereichweite des Wagens reichte für längere Fahrten nicht aus, sodass er auf ein Verbrenner-Modell ausweichen musste. Sein neuer Audi bietet ihm nun mehr Zuverlässigkeit für sein dichtes Programm.
Aus Landesunterlagen geht hervor, dass derzeit nur noch sieben Kabinettsmitglieder rein elektrische oder Hybridfahrzeuge nutzen. Dazu zählen Mona Neubaur, Verena Schäffer, Karl-Josef Laumann, Dorothee Feller, Benjamin Limbach, Oliver Krischer und Silke Gorißen. Wissenschaftsministerin Ina Brandes und Europaminister Nathanael Liminski haben sich ebenfalls für Dieselwagen entschieden.
Ministerpräsident Hendrik Wüst und Innenminister Herbert Reul fahren weiterhin in gepanzerten Dienstlimousinen, die derzeit nur mit Verbrennungsmotor erhältlich sind. Aktualisierte Zahlen, wie viele Minister ausschließlich elektrische oder Hybridfahrzeuge für Dienstfahrten nutzen, hat die Landesregierung nicht veröffentlicht.
In den kommenden Monaten laufen mehrere Leasingverträge für Dienstwagen aus. Einige Minister haben bereits neue E-Modelle bestellt, während mindestens ein Ressortchef erneut einen Diesel gewählt hat.
Die Rückkehr zu Diesel-Fahrzeugen unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen bei der Umstellung auf Elektroautos im hochfrequentierten Regierungsbetrieb. Da in Kürze weitere Leasingverträge enden, sind zusätzliche Änderungen in der Fahrzeugflotte zu erwarten. Das endgültige Verhältnis zwischen Elektro- und Verbrennerfahrzeugen wird von den individuellen Bedürfnissen der Minister und dem Fahrzeugangebot abhängen.
Minister's 'Praxistest' reveals E-car limitations in high-demand roles
The decision by NRW's Finance Minister Marcus Optendrenk to switch from an electric BMW i7 to a diesel Audi A8 was framed as a structured evaluation. Key details from early reporting include:
- The switch was publicly explained to the WAZ on 20 February 2026, citing practical limitations like range and charging times.
- Optendrenk described the move as a 'regelrechten Praxistest' (detailed practical test) with a clear verdict against electric vehicles.
- His rationale highlighted how electric cars struggle with the demands of a packed schedule and long-distance travel in a large state like NRW.





