29 April 2026, 18:05

NRW-Minister Krischer fordert 500-Milliarden-Fonds für marode Infrastruktur

Ein detaillierter Stadtplan mit einer hervorgehobenen Bahnroute von München nach Frankfurt, der Haltestellen und die Umgebung zeigt, mit zusätzlichem Bahntext.

NRW-Minister Krischer fordert 500-Milliarden-Fonds für marode Infrastruktur

NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer unterstützt Bundespläne für einen 500-Milliarden-Euro-Sonderfonds zur Modernisierung der deutschen Infrastruktur. Er bezeichnete den Vorschlag als dringend notwendigen Anstoß für längst überfällige Investitionen. Das Land verwaltet Tausende Brücken, Straßen und das am stärksten frequentierte Schienennetz Deutschlands – allesamt in akutem Sanierungsbedarf.

Krischer wies auf die chronischen Verzögerungen hin, die durch unzuverlässige jährliche Haushalte entstehen. Er betonte, dass Planungssicherheit über längere Zeiträume entscheidend sei, um die bisherige "Stopp-und-Geht"-Finanzierung zu beenden. Ohne diese drohten Projekten immer wieder Rückschläge, die den Sanierungsstau weiter verschärften.

Der Minister begrüßte, dass die künftige Bundesregierung die Krise erkannt habe. Die Lage sei kritisch: Allein Nordrhein-Westfalen verwalte über 7.000 landeseigene Brücken und 15.000 Kilometer Straßen. Zudem beherbergt die Region das dichteste Schienennetz Deutschlands, was die Dringlichkeit einer verlässlichen Infrastrukturfinanzierung noch unterstreiche.

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Um nachhaltige Lösungen zu sichern, schlug Krischer ein selbsttragendes Finanzierungsmodell vor. Statt neue Schulden aufzunehmen, solle der Sonderfonds über verkehrsbezogene Einnahmen wie die Lkw-Maut finanziert werden. Dieser Ansatz würde die Infrastrukturausgaben direkt mit dem Sektor verknüpfen, den sie unterstützt.

Gleichzeitig forderte Krischer von Friedrich Merz eine gerechte Verteilung der Mittel. Das Geld müsse dorthin fließen, wo der Bedarf am größten sei – statt es dünn über weniger dringende Projekte zu verteilen.

Der 500-Milliarden-Euro-Fonds soll jahrelange Unterinvestitionen in Straßen, Brücken und Schienen ausgleichen. Wird der Plan verabschiedet, könnte er Nordrhein-Westfalens umfangreiches Netz stabil finanzieren. Krischers Vorschlag, die Mittel an Verkehrseinnahmen zu koppeln, könnte Fortschritte ermöglichen, ohne die Staatsverschuldung zu erhöhen.

Quelle