Niederrhein-Industrie startet mit Rekordrückgang ins Jahr 2026
Industrieunternehmen am Niederrhein starten mit schweren Rückschlägen ins Jahr 2026
Die Industrie im zentralen Niederrhein-Gebiet hat einen schwierigen Jahresbeginn erlebt. Im ersten Quartal brachen die Umsätze stark ein – der Gesamtumsatz sank um 9,9 Prozent. Dieser Rückgang fiel damit deutlich stärker aus als der Landesdurchschnitt von 3,1 Prozent und wirft Fragen nach der wirtschaftlichen Gesundheit der Region auf.
Besonders betroffen waren exportorientierte Unternehmen, deren Umsätze um 11,0 Prozent einbrachen. Auch auf dem Binnenmarkt zeigte sich eine schwache Entwicklung: Im gesamten Gebiet gingen die Erlöse um 8,4 Prozent zurück, im Kreis Viersen sogar um 8,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnete der Kreis einen Rückgang von 5,0 Prozent.
Fast alle Branchen litten unter der Krise – mit einer Ausnahme: Die Metallherstellung und -verarbeitung verzeichnete ein leichtes Plus von 1,0 Prozent. Dagegen stürzte die chemische Industrie um 17,0 Prozent ab, der Maschinenbau verbuchte gar ein Minus von 20,8 Prozent. Auch die Nahrungs- und Genussmittelbranche schrumpfte um 11,9 Prozent.
IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz forderte die Bundesregierung auf, die globale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie zu stärken. Besonders wichtig seien Kompetenzen in Schlüsseltechnologien wie künstlicher Intelligenz, Quantencomputing, Mikroelektronik und Robotik. Gleichzeitig begrüßte er aktuelle Initiativen, darunter die Hochtechnologie-Agenda des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.
Die Zahlen des ersten Quartals 2026 unterstreichen die massiven Herausforderungen für die Industrie am Niederrhein. Angesichts der deutlichen Einbrüche in den meisten Sektoren setzen Unternehmen und Politiker nun auf Innovation und Fördermaßnahmen, um die Wirtschaft in der Region zu stabilisieren.






