Neuer Hochschulseelsorger in Köln: Unterstützung für Studierende in Krisenzeiten
Lukas HartmannNeuer Hochschulseelsorger in Köln: Unterstützung für Studierende in Krisenzeiten
Thorben Pollmann übernimmt eine neue Aufgabe als Hochschulseelsorger in Köln. Er tritt sein Amt in einer Zeit an, in der Studierende mit wachsenden Herausforderungen konfrontiert sind – von finanziellen Sorgen bis hin zur Wohnungsnot. Seine Mission ist es, sowohl spirituelle Orientierung als auch praktische Hilfe für diejenigen anzubieten, die Unterstützung benötigen.
Pollmann beginnt seine Tätigkeit zu Start des Wintersemesters 2025/2026. Ähnlich wie die Erstsemester, denen er begegnen wird, beschreibt er diesen Moment als einen Neuanfang – voller Vorfreude, aber auch Unsicherheit. Sein Fokus liegt darauf, den Studierenden nicht nur im akademischen Alltag, sondern auch bei persönlichen und finanziellen Schwierigkeiten zur Seite zu stehen.
Der Bedarf an Unterstützung ist offensichtlich. Über 2.500 Studierende stehen auf der Warteliste für einen Platz in Kölner Wohnheimen, einige von ihnen sind sogar von Obdachlosigkeit bedroht. Wirtschaftliche Belastungen und die Sorge um die Klimakrise verschärfen die Situation zusätzlich. Pollmann möchte diesen Problemen mit Gemeinschaft und konkreter Hilfe begegnen.
Um den Kontakt zu den Studierenden zu intensivieren, hat er eine regelmäßige Einladung ins Leben gerufen: Jeden Dienstag um 12:15 Uhr wird er nach dem Gottesdienst in der Katholischen Hochschulgemeinde mit ihnen zu Mittag essen. Diese lockeren Treffen sind Teil seiner Bemühungen, Beziehungen aufzubauen und ihre Anliegen besser zu verstehen.
Pollmanns Ziel ist klar: Er will für die Studierenden in allen Lebensbereichen da sein. Ob durch Gespräche, gemeinsame Mahlzeiten oder praktische Unterstützung – er hofft, während ihrer Studienzeit einen Unterschied zu machen.
Angesichts von Wohnungsmangel und finanziellen Nöten, die viele belasten, kommt Pollmanns Rolle zu einer entscheidenden Zeit. Mit seinen wöchentlichen Mittagessen und einer Politik der offenen Tür will er einen Raum schaffen, in dem sich Studierende gehört und unterstützt fühlen. Das neue Semester wird seine Pläne auf die Probe stellen, doch sein Engagement für die Studierenden bleibt unerschütterlich.






