Neue Fahrradroute zwischen Ohligs und Mitte spaltet Anwohner und Politiker
Ida MüllerNeue Fahrradroute zwischen Ohligs und Mitte spaltet Anwohner und Politiker
Pläne für eine neue Fahrradroute, die Ohligs mit Mitte verbindet, haben bei Anwohnern Besorgnis ausgelöst. Der Vorschlag könnte 345 Parkplätze entlang von Straßen wie der Viehbachtalstraße und der Beethovenstraße beseitigen. Lokale Verantwortliche sammeln nun Rückmeldungen, bevor eine Entscheidung fällt.
Die Freie Demokratische Partei (FDP) hat Initiativen ergriffen, um die öffentliche Meinung zur Radroute zu ermitteln. Vor Ort wurde eine Befragung durchgeführt, zusätzlich steht ein Online-Fragebogen zur Verfügung, um die Ansichten der Betroffenen zu erfassen. Die geplante Strecke würde über die Viehbachtalstraße (L141n), die Kamper Straße, die Beethovenstraße und die Kronprinzenstraße führen.
Horst Janke, der FDP-Bezirksvertreter in Mitte, betonte, dass eine Entscheidung nur unter Einbeziehung der direkt Betroffenen getroffen werden dürfe. Carsten Raupach, stellvertretender verkehrspolitischer Sprecher der Partei, ergänzte, dass die Verkehrswende nicht um jeden Preis erfolgen solle. Er verwies darauf, dass auch Autofahrer, die auf Parkmöglichkeiten angewiesen seien, berücksichtigt werden müssten.
Jürgen Albermann, Fraktionsvorsitzender der FDP, bekräftigte die Unterstützung seiner Partei für die Radverkehrsinfrastruktur. Allerdings dürfe dies nicht auf Kosten der Parkplatzverfügbarkeit gehen. Die Online-Umfrage bleibt weiterhin geöffnet; die Ergebnisse sollen in den kommenden Wochen ausgewertet werden.
Die FDP wird die Umfrageergebnisse prüfen und möglicherweise auf Basis der Bürgerrückmeldungen Anpassungen vorschlagen. Ziel der Partei ist es, die Verbesserungen für Radfahrer mit den Bedürfnissen der Autofahrer in Einklang zu bringen. Anwohner befürchten, dass der Verlust von Parkplätzen den Verkehr und den Parkdruck in der Gegend weiter verschärfen könnte.
