Vorwürfe und schwindendes Vertrauen? - Netflix und die Sussexes: Warum die Millionendeal-Ära bald endet
Die hochkarätige Partnerschaft zwischen Netflix und Prinz Harry sowie Herzogin Meghan steht vor einer ungewissen Zukunft. Nach fünfeinhalb Jahren überdenkt der Streaming-Riese laut Berichten seine Zusammenarbeit mit der Produktionsfirma des Paares, Archewell. Bereits ab August 2025 könnte das exklusive Abkommen zugunsten einer weniger bindenden Vereinbarung geändert werden.
Die Sussexes hatten 2020 einen mehrjährigen Vertrag über 100 Millionen Dollar mit Netflix unterzeichnet. Seither ist aus der Kooperation jedoch kaum mehr als die Dokumentation Harry & Meghan aus dem Jahr 2022 hervorgegangen. Gerichtsakten zufolge gab Netflix für die Serie lediglich rund 12 Millionen Dollar aus – was zu Streitigkeiten über angebliche Vertragsverletzungen und Drohungen mit einer vorzeitigen Beendigung führte. Weitere Projekte blieben trotz einer Laufzeit des Vertrags bis März 2026 aus.
Brancheninsider zufolge hat Netflix das Interesse an den royalen Verbindungen des Paares verloren. Zwei Filmprojekte – Meet Me at the Lake und The Wedding Date – befinden sich unter dem Dach von Archewell Productions weiterhin in zäher Entwicklung. Gleichzeitig soll Meghans Lifestyle-Marke As Ever sowie die dazugehörige Netflix-Serie With Love, Meghan hinter den Erwartungen zurückgeblieben sein, sodass das Unternehmen noch Ware im Wert von etwa 10 Millionen Dollar nicht verkaufen konnte.
Hinter den Kulissen hat sich die Stimmung zugespitzt. Netflix-Mitarbeiter berichten von Frustration über das Auftreten der Sussexes in Meetings, darunter Meghans Gewohnheit, Harry zu unterbrechen und seine Beiträge umzuformulieren. CEO Ted Sarandos soll scherzhaft erwähnt haben, ihre Anrufe nur noch entgegenzunehmen, wenn ein Anwalt anwesend sei. Auch Branchenvertreter zögerten dem Vernehmen nach, mit Archewell zusammenzuarbeiten – mit Verweis auf Bedenken hinsichtlich des mangelnden Mehrwerts der Firma.
Ab kommendem Jahr soll der aktuelle Netflix-Vertrag der beiden in eine sogenannte "First-Look"-Vereinbarung umgewandelt werden. Dies würde dem Streaming-Dienst das Recht einräumen, Projektideen zu prüfen, ohne zur Umsetzung verpflichtet zu sein. Die Änderung spiegelt die wachsenden Zweifel an der kommerziellen und kreativen Zukunft der Partnerschaft wider.






