17 March 2026, 06:05

Mönchengladbach trotzt dem Insolvenztrend mit deutlichem Rückgang 2024

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der von COVID-19 betroffenen US-Geschäfte nach Branche zeigt, mit Abschnitten, die die Erholung und wirtschaftliche Erholungstrends anzeigen.

Mönchengladbach trotzt dem Insolvenztrend mit deutlichem Rückgang 2024

Mönchengladbach schwimmt gegen den regionalen Trend und verzeichnet einen deutlichen Rückgang der Insolvenzen, während benachbarte Städte mit wachsenden finanziellen Problemen kämpfen. Die Gesamtzahl der Insolvenzverfahren in der Stadt sank 2024 um 7,8 Prozent – eine positive Ausnahme in Nordrhein-Westfalen, wo die meisten Gebiete deutliche Zunahmen verzeichneten.

Experten führen diese Widerstandsfähigkeit auf einen Strukturwandel zurück: Die Stadt setzt zunehmend auf Logistik, Gesundheitswesen und hochwertige Dienstleistungen statt auf traditionelle Industrien. Dennoch bleibt die wirtschaftliche Stärke hinter den großen Zentren wie Köln und Düsseldorf zurück.

Laut offiziellen Zahlen gingen die Unternehmensinsolvenzen in Mönchengladbach um 8,0 Prozent auf 104 Fälle zurück, während die Verbraucherinsolvenzen um 9,0 Prozent auf 364 Fälle sanken. Insgesamt gab es 540 Verfahren – ein Minus von 7,8 Prozent. Dies steht in krassem Gegensatz zu den Steigerungen von 6 bis 19 Prozent in Nachbarstädten. Bundesweit stiegen die Unternehmensinsolvenzen um 8 bis 10 Prozent, allein in Nordrhein-Westfalen gab es 2024 einen Anstieg um 23,4 Prozent.

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Die wirtschaftliche Stabilität der Stadt gründet auf einer breiter aufgestellten Wirtschaftsstruktur mit Schwerpunkten in Logistik, Maschinenbau und Gesundheitswesen. Das Wachstum in der Pharma- und Medizintechnikbranche gleicht den Rückgang in der traditionellen Textilindustrie teilweise aus. Dennoch landet Mönchengladbach im IW-Dynamikranking 2024 nur auf Platz 27 – weit hinter den Finanz- und Technologiemetropolen Köln und Düsseldorf.

Um den Aufschwung zu festigen, setzt die Stadt auf große Projekte wie den Wissens- und Innovationscampus, die Umnutzung der Textilfabrik 7.0 und einen neuen Gewerbepark am Flughafen. Die kommunale Gewerbesteuerhebesatz bleibt seit 2016 stabil bei 490 Prozent und bietet Unternehmen damit Planungssicherheit.

Während die Region unter wirtschaftlichem Druck steht, hebt sich Mönchengladbach mit seinem Rückgang an Insolvenzen positiv ab. Mit kontinuierlichen Investitionen in Innovation und Infrastruktur will die Stadt ihren aktuellen Schwung nutzen. Doch die Herausforderungen bleiben groß, wenn es darum geht, den Abstand zu den wirtschaftsstärkeren Zentren im Rheinland zu verringern.

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