Massive Verstöße in Gastronomie: Mindestlohn, Sozialbetrug und illegale Beschäftigung aufgedeckt
Philipp KrügerMassive Verstöße in Gastronomie: Mindestlohn, Sozialbetrug und illegale Beschäftigung aufgedeckt
Behörden haben in der Hotel- und Gastronomiebranche Kontrollen durchgeführt und dabei zahlreiche Verstöße gegen Arbeits- und Einwanderungsgesetze aufgedeckt. Die Branche steht aufgrund ihrer großen Belegschaft und der strengen Mindestlohnvorschriften weiterhin unter besonderer Beobachtung. Bei den jüngsten Überprüfungen wurden Verstöße bei der Lohnzahlung, bei Arbeitserlaubnissen sowie Missbrauch von Sozialleistungen festgestellt.
Im Rahmen der Aktion wurden vier Betriebe überprüft, wobei die Angaben von 24 Beschäftigten geprüft wurden. Die Kontrolleure entdeckten vier Verdachtsfälle von Mindestlohnverstößen. Der aktuelle gesetzliche Mindestlohn liegt seit dem 1. Januar 2025 bei 12,82 Euro pro Stunde.
Drei Unternehmen hatten es versäumt, die Behörden wie gesetzlich vorgeschrieben unverzüglich über neue Arbeitsverhältnisse zu informieren. Zudem wurden zwei Fälle von Lohnvorenthaltung und Veruntreuung aufgedeckt.
Im Bereich Einwanderung wurde eine Person ohne gültigen Aufenthaltstitel angetroffen, eine weitere arbeitete ohne erforderliche Arbeitserlaubnis. Zwei weitere Beschäftigte verfügten nicht über die notwendigen Papiere für eine legale Beschäftigung. Insgesamt lebten 12 Personen ohne entsprechende Genehmigung in Deutschland.
Bei den Kontrollen kamen zudem sieben separate Verdachtsfälle von Sozialleistungsbetrug ans Licht.
Die Überprüfungen zeigen die anhaltenden Herausforderungen bei der Durchsetzung von Arbeits- und Einwanderungsregelungen in der Gastronomiebranche auf. Die Behörden werden die Branche voraussichtlich weiter überwachen, um die Einhaltung der Lohnvorschriften, Arbeitserlaubnisse und Sozialleistungsregeln sicherzustellen. Mit weiteren Ermittlungen zu den aufgedeckten Fällen ist zu rechnen.






