28 March 2026, 12:05

Lehrerin soll 16 Jahre lang Gehalt kassiert und als Heilpraktikerin gearbeitet haben

Ein Mann sitzt an einem Schreibtisch mit Büchern und Gegenständen vor einer Gruppe von Kindern, mit Papieren an der Wand dahinter, was darauf hinweist, dass er ein Lehrer ist.

Lehrerin soll 16 Jahre lang Gehalt kassiert und als Heilpraktikerin gearbeitet haben

Eine Lehrerin des Berufskollegs Wesel in Nordrhein-Westfalen steht unter Ermittlung, nachdem sie angeblich über 16 Jahre lang ihr volles Gehalt bezogen haben soll, obwohl sie unberechtigt krankgeschrieben war. Die Staatsanwaltschaft verdächtigt sie der gewerbsmäßigen Betrugs: Sie soll dem Land falsche Angaben gemacht haben, während sie gleichzeitig als Heilpraktikerin für alternative Medizin tätig war.

Im Mittelpunkt des Falls steht eine jahrelange Abwesenheit, während derer niemals eine ärztliche Überprüfung stattfand. Trotz ihres Krankschreibungsstatus blieb die Lehrerin laut Ermittlern beruflich aktiv und bot naturheilkundliche Behandlungen an. Die Behörden haben nun ein Verfahren für den Zeitraum von 2021 bis 2025 eingeleitet, da frühere Jahre bereits verjährt sind.

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Ermittler durchsuchten kürzlich ihr Haus in Duisburg und beschlagnahmten Dokumente sowie digitale Speichermedien. Zudem wird geprüft, ob ein Mitarbeiter des Düsseldorfer Bezirksregierungspräsidiums seine Pflichten vernachlässigt hat, indem er die Unregelmäßigkeiten nicht früher erkannt oder gemeldet hat. Unterdessen kündigte die Landesregierung an, die Kontrolle bei langfristigen oder wiederholten Krankschreibungen zu verschärfen, um ungewöhnliche Muster schneller zu erkennen und die Transparenz zu erhöhen.

Das Gehalt der Lehrerin floss während der gesamten 16 Jahre ununterbrochen weiter – ein Umstand, der Fragen nach den internen Kontrollmechanismen aufwirft. Über ihre genauen beruflichen Tätigkeiten jenseits der alternativen Medizin während dieser Zeit machten die Behörden keine weiteren Angaben.

Die Ermittlungen könnten zu Anklagen wegen Betrugs und Pflichtverletzung im Amt führen. Nordrhein-Westfalen drängt nun auf strengere Überwachungsmaßnahmen, um ähnliche Fälle künftig zu verhindern. Das Ergebnis des Verfahrens könnte zudem eine Überprüfung der Handhabung langfristiger Abwesenheiten in öffentlichen Einrichtungen nach sich ziehen.

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