04 April 2026, 02:04

Kölner Klimaforum sucht nachhaltige Lösungen für historische Gebäude und Sozialbauten

Innere eines Kirchenschiffs mit hölzernen Kirchenbänken, Statuen, Blumenbouquets, Fahnen, Fotorahmen an den Wänden und Buntglasfenstern, Decke mit Lichtern geschmückt.

Kölner Klimaforum sucht nachhaltige Lösungen für historische Gebäude und Sozialbauten

Das 3. Kölner Klimaforum bringt Experten zusammen, um nachhaltige Lösungen für Gebäude zu diskutieren – am 1. Oktober im Kölner Maternushaus. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Bewirtschaftung, Sanierung und Entwicklung von Immobilien, darunter Kirchen, Krankenhäuser und Seniorenzentren. Die Organisatoren wollen Klimaschutz mit Bezahlbarkeit und Denkmalschutz in Einklang bringen.

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In diesem Jahr liegt der Fokus auf klimafreundlichen Baupraktiken, insbesondere für kirchliche Gebäude. Viele dieser Bauwerke unterliegen strengen Denkmalschutzauflagen, was Sanierungen erschwert. Trotz der Herausforderungen betonen Fachleute, dass Klimaneutralität in solchen Gebäuden erreichbar ist – auch wenn die Umsetzung Jahre dauern kann.

Bei Sanierungen kommen oft umweltfreundliche Materialien und energieeffiziente Systeme zum Einsatz. So lassen sich etwa Photovoltaikanlagen auf Kirchtürmen installieren, um Emissionen zu reduzieren. Auch die Caritas arbeitet an nachhaltigen Modernisierungen von Krankenhäusern und Pflegeheimen, damit benachteiligte Gruppen von Klimaschutzmaßnahmen profitieren.

Internationale Projekte liefern Inspiration: In Irland nutzt eine 139 Millionen Euro teure vertikale Abwasseranlage in Arklow die Schwerkraft, um ihren ökologischen Fußabdruck zu verringern. Am Bodensee entwarf Architekt Lukas Imhof eine Kläranlage, die sich harmonisch in die Umgebung einfügt. In Deutschland erhielt das Handwerksunternehmen KG-Handwerk für denkmalsensible Sanierungen von Kirchen und Synagogen Bundespreise – kürzlich wurden 466.000 Euro für ähnliche Vorhaben bewilligt.

Das Motto der Veranstaltung, "Die Zukunft bauen – Gebäude bewirtschaften, sanieren & entwickeln", unterstreicht den Bedarf an praktischen, inklusiven Lösungen. Sozialer Ausgleich bleibt ein zentrales Anliegen, da marginalisierte Gemeinschaften besonders unter den Folgen des Klimawandels leiden.

Die Konferenz lotet Wege aus, wie Sanierungen sowohl nachhaltig als auch kostengünstig gelingen können. Kirchengebäude mit ihrem besonderen Denkmalschutz erfordern maßgeschneiderte Ansätze, um Emissionen zu senken, ohne den historischen Wert zu gefährden. Die auf dem Forum vorgestellten Lösungen könnten künftige Richtlinien für klimafreundliches Bauen in ganz Europa prägen.

Quelle