Klesch Group übernimmt BP-Raffinerie in Gelsenkirchen für Milliarden-Deal
Philipp KrügerKlesch Group übernimmt BP-Raffinerie in Gelsenkirchen für Milliarden-Deal
Klesch Group unterzeichnet verbindliche Vereinbarung zum Kauf der BP-Raffinerie in Gelsenkirchen
Die Klesch Group hat eine verbindliche Vereinbarung zum Erwerb der BP-Raffinerie in Gelsenkirchen unterzeichnet. Der Abschluss des Deals, der voraussichtlich Anfang 2026 erfolgen wird, steht noch unter dem Vorbehalt der regulatorischen Genehmigungen. Die Übernahme stellt eine bedeutende Expansion der Industriegruppe im europäischen Energiesektor dar.
Die Raffinerie in Gelsenkirchen zählt zu den größten Deutschlands und verarbeitet jährlich rund 12 Millionen Tonnen Rohöl. Zudem ist sie der zweitgrößte Ethylenproduzent des Landes. Am Standort sind etwa 2.300 Mitarbeiter beschäftigt, und er ist Teil eines bedeutenden integrierten Raffinerie- und petrochemischen Zentrums in Europa.
Die Klesch Group, 1990 gegründet, betreibt derzeit Raffinerien in Deutschland und Dänemark und beschäftigt rund 1.000 Mitarbeiter in ihren verschiedenen Geschäftsbereichen. Die Kanzlei Clifford Chance beriet das Unternehmen bei der Transaktion.
Mit der Übernahme wird die Raffinerie in Gelsenkirchen zu den bestehenden Standorten der Klesch Group hinzukommen, zu denen bisher neben einer deutschen Raffinerie auch ein Werk in Kalundborg, Dänemark, gehört. Der Abschluss des Deals hängt von den finalen Freigaben der Wettbewerbsbehörden ab, wobei das geplante Abschlussdatum im zweiten Quartal 2026 liegt.
Nach der Finalisierung wird die Raffinerie in Gelsenkirchen unter die Führung der Klesch Group übergehen. Die Produktion von Kraftstoffen und chemischen Erzeugnissen wird unter der neuen Eigentümerschaft fortgeführt. Zudem sichert die Transaktion die Arbeitsplätze der rund 2.300 Beschäftigten am Standort.






