Hürths Lebensader Lux: Wie ein Abrissprojekt Nachhaltigkeit und Forschung verbindet
Ida MüllerHürths Lebensader Lux: Wie ein Abrissprojekt Nachhaltigkeit und Forschung verbindet
Der Abriss des ehemaligen AOK-Gebäudes in Hürth hat im Rahmen des städtischen Entwicklungsprojekts Lebensader Lux eine entscheidende Phase erreicht. Vor dem Rückbau identifizierte die Stadt gefährliche Stoffe, die fachgerecht entfernt wurden, während wiederverwendbare Bauteile für Forschungszwecke und Nachhaltigkeitsinitiativen geborgen wurden.
Das Vorhaben basiert auf einem Beschluss des Planungsausschusses vom Dezember 2023, der die Kommune verpflichtete, vor größeren Abrissarbeiten das Potenzial für Materialwiederverwendung zu prüfen. Statt die Komponenten zu verkaufen, arbeitete die Verwaltung mit der RWTH Aachen zusammen, um Elemente wie Metallverkleidungen, Geländer, Bodenroste, Ziegelsteine, Fenster und Bänke einer neuen Nutzung zuzuführen.
Die geretteten Materialien fließen in das Aachener Forschungsprojekt Target-X ein. Auf einem 4.000 Quadratmeter großen Referenzgelände sollen damit innovative Bauweisen und Lehrmethoden erprobt werden.
Nach Abschluss der Abrissarbeiten entsteht auf dem Areal ein modernes Gebäude, umgeben von einem neu gestalteten Platz. Geplant sind ein Wasserspiel, Grünflächen und hochwertige öffentliche Aufenthaltsbereiche.
Die Initiative stellt sicher, dass wiederverwendbare Materialien nicht auf Deponien landen, sondern der akademischen Forschung zugutekommen. Der künftige Standort verbindet nachhaltige Praktiken mit aufgewerteten öffentlichen Räumen – ein weiterer Baustein der laufenden Stadtentwicklung in Hürth.






