Henkel kämpft mit steigenden Kosten und uneinheitlicher globaler Nachfrage
Philipp KrügerHenkel kämpft mit steigenden Kosten und uneinheitlicher globaler Nachfrage
Henkel, Hersteller bekannter Marken wie Persil und Schwarzkopf, kämpft mit steigenden Kosten durch höhere Ölpreise. Das Unternehmen verzeichnete in seinem jüngsten Quartalsbericht eine uneinheitliche globale Nachfrage – mit Wachstum in einigen Regionen, aber Rückgängen in anderen. Trotz dieser Herausforderungen bleibt Henkel darauf fokussiert, die Kundentreue zu erhalten und gleichzeitig Preisanpassungen vorzunehmen.
Im am 26. Februar 2026 veröffentlichten Geschäftsbericht für das vierte Quartal 2025 zeigte Henkel unterschiedliche Nachfragestrends in seinen wichtigsten Märkten. Nordamerika sowie aufstrebende Volkswirtschaften wie Indien und Brasilien verzeichneten ein Umsatzwachstum von 4 bis 6 %, angetrieben durch Premium-Produktlinien und den Ausbau des E-Commerce. Gleichzeitig blieben die Umsätze in Europa und China stagnierend oder sanken leicht um 1 bis 2 %, bedingt durch Inflation und verstärkten Wettbewerb.
Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 47.000 Mitarbeiter, davon weniger als 20 % in Deutschland. 2021 erzielte Henkel einen Umsatz von etwa 20,5 Milliarden Euro, doch die aktuellen finanziellen Belastungen resultieren aus den indirekten Folgen des Ölprieschubs. Zulieferer und Logistikpartner geben die gestiegenen Kosten weiter, was die Gewinnmargen belastet.
Henkels Vorstandsvorsitzender betonte die Notwendigkeit zeitnaher Preisanpassungen, um die höheren Ausgaben auszugleichen. Statt Erhöhungen hinauszuzögern, setzt das Unternehmen auf die Hervorhebung der Produktvorteile, um die Preiserhöhungen zu rechtfertigen. Trotz der schwierigen Lage bleiben Marken wie Persil und Schwarzkopf bei den Kunden auch nach den Preisanpassungen stark gefragt.
Henkel hofft, dass sich die aktuelle Krise nicht über das gesamte Jahr erstrecken wird. Das Unternehmen beobachtet die Marktentwicklung genau und konzentriert sich darauf, seine Wettbewerbsfähigkeit in einem schwierigen Wirtschaftsumfeld zu behaupten.
Der jüngste Finanzbericht von Henkel zeigt eine gespaltene globale Nachfrage: Während einige Regionen Wachstum verzeichnen, gibt es in anderen Rückgänge. Zur Bewältigung der höheren Kosten passt das Unternehmen die Preise an und stellt die Stärken seiner Produkte in den Vordergrund. Auch wenn die Lage unsicher bleibt, erwartet die Unternehmensführung eine Entspannung der Krise noch vor Jahresende.






