05 June 2026, 16:52

Grüne warnen vor Kollaps der Solinger Gesundheitsversorgung durch Krankenhausschließungen

Grüne: "Mehr K-Plus-Kliniken sollen geschlossen werden - droht Unterversorgung?"

Grüne warnen vor Kollaps der Solinger Gesundheitsversorgung durch Krankenhausschließungen

Die Solinger Grünen haben schwere Bedenken gegen die Entscheidung der K-Plus-Gruppe geäußert, weitere Krankenhäuser in der Region zu schließen. Der Schritt folgt auf die jüngste Schließung der St.-Lukas-Klinik, die bereits Warnungen vor einer Überlastung der lokalen Gesundheitsversorgung ausgelöst hatte. Parteivertreter befürchten nun, dass die neuen Schließungen Tausende Beschäftigte in die Arbeitslosigkeit treiben und den Fachkräftemangel im Gesundheitswesen weiter verschärfen werden.

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Die Grünen hatten die Stadt bereits zuvor auf ihre Verantwortung hingewiesen, die medizinische Grundversorgung vor Ort zu sichern. Noch vor der Schließung der St.-Lukas-Klinik hatten sie betont, wie wichtig es sei, unverzichtbare Gesundheitseinrichtungen in Betrieb zu halten. Angesichts der nun anstehenden weiteren Krankenhausschließungen wirft die Partei dem zuständigen Minister vor, die Situation durch sein Vorgehen zusätzlich zu verschärfen.

Tausende Mitarbeiter, darunter auch Auszubildende, stehen nun vor dem Verlust ihres Arbeitsplatzes. Die Grünen fordern, dass das Solinger Städtische Klinikum klare berufliche Perspektiven für diese Beschäftigten schafft, damit junge Fachkräfte weiterhin eine Zukunft im Gesundheitssektor aufbauen können. Ohne gezielte Maßnahmen, warnen sie, drohe der Region ein dauerhafter Verlust an qualifiziertem Personal.

Die Schließungen werden zudem die verbleibenden Krankenhäuser zusätzlich belasten. Schätzungsweise 20.000 weitere Notfalltransporte pro Jahr müssen nun von den umliegenden Einrichtungen bewältigt werden. Dieser massive Anstieg der Patientenzahlen könnte die Ressourcen über Gebühr beanspruchen und die Versorgungsqualität in der gesamten Region beeinträchtigen.

Die Grünen bestehen darauf, dass die Stadt handeln muss, um einen Kollaps der lokalen Gesundheitsversorgung zu verhindern. Ohne Unterstützung für die betroffenen Beschäftigten drohen langfristige Engpässe bei Ärzten und Pflegekräften. Gleichzeitig werden die verbleibenden Krankenhäuser mit einem starken Anstieg an Notfällen konfrontiert, was das ohnehin schon fragile System weiter an seine Grenzen bringt.

Quelle

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