Großübung im Schulzentrum Vogelsang simuliert Chemieunfall mit 88 Einsatzkräften
Philipp KrügerGroßübung im Schulzentrum Vogelsang simuliert Chemieunfall mit 88 Einsatzkräften
Großübung im Schulzentrum Vogelsang testet Einsatz bei Chemieunfall
Im Schulzentrum Vogelsang fand eine großangelegte Notfallübung statt, um die Reaktion auf einen chemischen Unfall zu erproben. An der Übung beteiligten sich 88 Einsatzkräfte verschiedener Hilfsorganisationen, darunter das Deutsche Rote Kreuz und die Johanniter-Unfall-Hilfe. Die Teams trainierten die Bewältigung eines Massenanfalls von Verletzten (MANV) mit rund 30 simulierten Opfern nach einem fiktiven Chemieunfall im Unterricht.
Das Szenario begann mit der Meldung eines MANV nach einer simulierten Chemikalienfreisetzung. Die Einsatzkräfte richteten umgehend eine Behandlungsstelle 50 (BHP-50) ein, die mindestens 50 Patienten pro Stunde versorgen kann. Die mobile Einheit ist zudem in der Lage, vier bis acht Stunden eigenständig – ohne externe Unterstützung – zu operieren.
Während der Übung wurden die Verletzten systematisch triagiert, bevor sie in nahegelegene Krankenhäuser verlegt wurden. Im Fokus standen die Optimierung der Notfallabläufe, die Überprüfung der Kommunikationswege und die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den Einsatzorganisationen. Beteiligt waren unter anderem der Malteser Hilfsdienst und die Arbeiter-Samariter-Bund (ASB).
Die Übungsleiter hoben im Nachgang die zielgerichtete und effiziente Teamarbeit aller Beteiligten hervor. Ziel der Großübung war es, die übergreifende Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen zu stärken, um im Ernstfall reibungsloser agieren zu können.
Die Simulation bot wertvolle Erfahrungen für alle Einsatzkräfte. Das System der BHP-50 bewährte sich unter kontrollierten Bedingungen bei der Bewältigung einer hohen Zahl von Verletzten. Die Verantwortlichen kündigten an, die gewonnenen Erkenntnisse in die künftige Einsatzplanung einfließen zu lassen.






