Großrazzia in Krefeld: 111 Kontrollen gegen illegale Beschäftigung und Klankriminalität
Lukas HartmannGroßrazzia in Krefeld: 111 Kontrollen gegen illegale Beschäftigung und Klankriminalität
Behörden in Krefeld haben am Vorabend des Nikolaustags eine groß angelegte Kontrollaktion durchgeführt, um illegale Beschäftigung und klanbezogene Kriminalität zu bekämpfen. Zollbeamte, Polizei und Ordnungsämter überprüften in mehreren Städten Betriebe, wobei der Fokus auf Verstößen gegen Arbeitsrecht und Steuerdelikte lag. Im Visier der Aktion standen Cafés, Shisha-Bars, Spielhallen, Kioske und Nachtclubs in der Region.
Insgesamt wurden 111 Personen im Rahmen der unangekündigten Kontrollen zu ihren Arbeitsverträgen befragt. Die Beamten prüften die Einhaltung des Mindestlohngesetzes, die Abführung von Sozialabgaben sowie illegale Beschäftigungspraktiken. Zudem wurden Scheinselbstständigkeit und nicht deklarierte Einkünfte unter die Lupe genommen.
In 29 Fällen wurden Unstimmigkeiten festgestellt, die nun vom Zollamt weiter geprüft werden. Unter den Verdachtsmomenten sind 16 Fälle ausstehender Lohnzahlungen und sieben Verstöße gegen Mindestlohnregelungen. Ein Betrieb wurde gemeldet, weil er ohne die erforderliche Genehmigung arbeitete.
Die Polizei nahm in einem Krefelder Café drei Personen fest, nachdem diese keine gültigen Aufenthaltspapiere vorlegen konnten. Zwei weitere wurden in Gewahrsam genommen, da gegen sie Haftbefehle vorlagen. Bei der Aktion wurden zudem Verstöße gegen Tabaksteuergesetze, Glücksspielvorschriften, Rauchverbote, Drogendelikte und Verkehrsvergehen aufgedeckt.
Die Kontrollen brachten eine Reihe von Arbeitsrechtsverstößen, Steuerdelikten und anderen Gesetzesverletzungen ans Licht. Die Behörden werden nun die 29 auffälligen Fälle weiterverfolgen, während den Festgenommenen weitere rechtliche Schritte drohen. Die Aktion war Teil umfassender Maßnahmen, um illegale Beschäftigung und organisierte Kriminalität in der Region einzudämmen.






