Große Kundgebung in Düsseldorf fordert Prüfung rechtsextremer Parteien durch Verfassungsgericht
Lukas HartmannGroße Kundgebung in Düsseldorf fordert Prüfung rechtsextremer Parteien durch Verfassungsgericht
Kundgebung für Überprüfung rechtsextremer Parteien in Düsseldorf am 14. März 2026
Am Samstag, den 14. März 2026, findet in Düsseldorf eine Demonstration statt, die eine Überprüfung rechtsextremer Parteien fordert. Organisiert wird die Kundgebung vom Bergisch Gladbacher Verein für Demokratie und Vielfalt (DeVi). Im Fokus steht die Einstufung von Gruppen wie der Alternative für Deutschland (AfD) durch die deutschen Sicherheitsbehörden. Ab 14:00 Uhr versammeln sich die Teilnehmer:innen vor dem Landtag von Nordrhein-Westfalen, um eine Prüfung aller als rechtsextrem oder extremismusverdächtig eingestuften Parteien durch das Bundesverfassungsgericht zu fordern.
Die unter dem Motto "ÜBERPRÜFEN!" stehende Protestaktion erfolgt zu einer Zeit, in der die AfD weiterhin unter Beobachtung steht. Erst im Februar 2026 hatte das Verwaltungsgericht Köln die vorläufige Einstufung der Partei als "gesichert rechtsextrem" ausgesetzt – ein Status, der ursprünglich im Mai 2025 vergeben worden war. Dennoch gelten vier Landesverbände der AfD – Brandenburg, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt – weiterhin rechtlich als rechtsextrem. Auch die ehemalige Jugendorganisation Junge Alternative war vor ihrer Auflösung im März 2025 als extremistisch eingestuft worden.
Der Bundesrat könnte eine solche Überprüfung mit einfacher Mehrheit einleiten. Bisher unterstützen jedoch mehrere Bundesländer, darunter Nordrhein-Westfalen, den Vorstoß nicht. Die Organisator:innen haben Reisehinweise für Teilnehmende veröffentlicht: Treffpunkt ist der Bahnhof Bergisch Gladbach, Gleis 1, um 12:33 Uhr, von wo aus ein gemeinsamer Transfer zur Kundgebung organisiert wird.
Weitere Informationen zu Ablaufplänen und Routen finden sich auf der Website des DeVi sowie in den sozialen Medien. Auf der offiziellen Kampagnenseite www.pruef-demos.de gibt es zudem aktuelle Updates zu Veranstaltung und Zielen.
Ziel der Demonstration ist es, Druck auf die Politik auszuüben, damit Parteien unter Extremismusverdacht rechtlich neu bewertet werden. Angesichts der umstrittenen Einstufung der AfD und der anhaltenden Debatten über rechtsextreme Einflüsse spiegelt die Kundgebung die wachsende Sorge um die politische Kontrolle wider. Die Organisator:innen betonen, wie wichtig eine breite öffentliche Teilnahme sei, um das Thema im gesellschaftlichen Diskurs präsent zu halten.






