29 April 2026, 00:16

Grillplatz am Bülowplatz: Warum Solinger Anwohner gegen den umstrittenen Plan kämpfen

Schwarz-weiß-Foto einer Stadt mit aufsteigendem Rauch, mit Text in der Mitte und Gebäuden unten.

Grillplatz am Bülowplatz: Warum Solinger Anwohner gegen den umstrittenen Plan kämpfen

Pläne für einen offiziellen Grillplatz am Bülowplatz in Solingen stoßen auf heftigen Widerstand. Die Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) lehnt den Vorschlag als "schlecht durchdacht" und belastend für Anwohner ab. Kritiker befürchten, dass die direkte Nähe zu Wohnhäusern zu Lärm, Rauchbelästigung und rechtlichen Problemen führen werde.

Die BfS macht Abteilung 4 unter Leitung von Dagmar Becker für den "fehlgeleiteten" Plan verantwortlich. Zwar wolle die Verwaltung mit dem Vorhaben Erholungsflächen schützen und Konflikte verringern – doch tatsächlich verschärfe das Projekt die Situation für die Anwohner, so der Verband. Diese müssten mit ständiger Rauch- und Geruchsbelästigung sowie erhöhtem Lärm rechnen.

Jan Salewski, Bezirksvertreter, spricht von einem "Planungsdesaster". Die Stadt habe die Gegebenheiten vor Ort ignoriert, wo der Grillplatz unmittelbar an Wohngebäude grenzen würde. Zudem verweist die BfS auf rechtliche Risiken: Gerichte hätten bereits Urteile gefällt, die Grillen in Wohngebieten wegen möglicher Belästigungen einschränken.

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Die Initiative fordert nun, den Bülowplatz von der Liste möglicher Standorte zu streichen. Stattdessen solle die Stadt Alternativen in größerer Entfernung zu Wohnhäusern prüfen. Zudem besteht die BfS auf eine frühere Einbindung der Anwohner bei künftigen Entscheidungen über öffentliche Flächen.

Der Vorschlag hat bei Bewohnern und Kritikern gleichermaßen Empörung ausgelöst. Angesichts der rechtlichen und praktischen Bedenken könnte die Stadt ihre Pläne überdenken müssen. Die BfS drängt weiter auf eine Lösung, die Grillplätze nicht in unmittelbarer Nähe zu Wohngebieten vorsieht.

Quelle