Gary Lineker wechselt von der BBC zu Netflix für die WM-Berichterstattung
Philipp KrügerGary Lineker wechselt von der BBC zu Netflix für die WM-Berichterstattung
Gary Lineker moderiert während der WM eine Netflix-Show – statt für die BBC
Der ehemalige englische Stürmer Gary Lineker wird bei der diesjährigen Weltmeisterschaft nicht für die BBC arbeiten, sondern von New York aus die Netflix-Sendung The Rest is Football präsentieren. An seiner Seite sind Alan Shearer und Micah Richards zu hören. Unterdessen hat die BBC ihre Berichterstattung deutlich reduziert und wird den Großteil der Produktion aus Greater Manchester statt aus den USA steuern.
Linekers tägliche Netflix-Show wird regelmäßige Gäste wie Alex Aljoe und Rob Jones begrüßen. Der Wechsel markiert einen Bruch mit seiner bisherigen Rolle bei der BBC, die nach einem umstrittenen Instagram-Post über den Zionismus – der ihm Antisemitismus-Vorwürfe einbrachte – ein abruptes Ende fand. Seitdem kritisierte er die gekürzten WM-Pläne des Senders, darunter die Entscheidung, Experten erst ab dem Viertelfinale in die USA zu entsenden.
Die BBC wird ihre Übertragungen aus dem Hauptsitz in Salford senden, um Kosten zu sparen, und verzichtet damit auf eine vollständige Produktion vor Ort. Lineker hingegen bleibt während des gesamten Turniers in New York – eine klare Distanzierung von der Strategie seines ehemaligen Arbeitgebers.
In anderen Äußerungen gab Lineker zu, nicht zu verstehen, warum José Mourinho ihn seit über einem Jahrzehnt ignoriert. Gleichzeitig spekulierte er, der portugiesische Trainer könnte überraschend zu Real Madrid zurückkehren, wo der aktuelle Chefcoach Álvaro Arbeloa nach einer titellosen Saison unter Druck steht.
Während die BBC ihre Präsenz vor Ort begrenzt, wird Lineker mit einer Netflix-unterstützten Show im Rampenlicht stehen. Sein Schritt spiegelt einen größeren Wandel in der Berichterstattung über Großereignisse wider. Zugleich heizt die Diskussion um Mourinhos Zukunft die Fußball-Debatten vor dem Turnier weiter an.






