25 March 2026, 12:04

Fritz Langs Filme: Wie die VHS Essen seine visionären Werke neu entschlüsselt

Buch mit dem Titel 'Deutsches Kolonial-Feitung' vom 11/1940, das Adolf Hitler auf dem Cover zeigt, von einer Person umgeben von anderen mit Mützen.

Fritz Langs Filme: Wie die VHS Essen seine visionären Werke neu entschlüsselt

Volkshochschule Essen veranstaltet kostenlosen Vortrag am Donnerstag, den 26. März 2026, um 19 Uhr

Anlässlich des 50. Todestags des legendären Filmregisseurs Fritz Lang lädt die Volkshochschule (VHS) Essen zu einer kostenlosen Veranstaltung ein. Der Historiker und Soziologe Torsten Reters, der auch als Sachbuchautor tätig ist, wird die politischen und gesellschaftlichen Themen in Langs bahnbrechenden Werken analysieren.

Der Vortrag findet im VHS-Zentrum am Burgplatz statt. Reters wird untersuchen, wie Langs Filme aus der Weimarer Republik – darunter "M – Eine Stadt sucht einen Mörder" und die "Dr. Mabuse"-Reihe – tief verwurzelte gesellschaftliche Ängste aufdeckten. Schon lange bevor diese Themen die deutsche Politik prägten, zeigten seine Werke urbane Befürchtungen, Medienhysterie und den Aufstieg autoritärer Tendenzen.

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Der Filmkritiker Siegfried Kracauer, der 1941 in die USA floh, argumentierte, dass Langs Filme kollektive Sehnsüchte nach Ordnung und starker Führung widerspiegelten. In "Dr. Mabuse, der Spieler" und "Metropolis" erkannte er Motive, die den wachsenden Zuspruch für den Nationalsozialismus vorwegnahmen. Der Abend widmet sich zudem der Frage, wie Langs spätere Werke weiterhin Gerechtigkeit, Moral und menschliche Verantwortung hinterfragten.

Neben der Diskussion werden Ausschnitte aus Langs Filmen gezeigt. Die Veranstaltung möchte verdeutlichen, wie sein Kino die Spannungen seiner Zeit einfing – und warum diese bis heute nachwirken.

Der Abend bietet die Gelegenheit, Langs einflussreiche Filme aus historischer und politischer Perspektive neu zu entdecken. Bei freiem Eintritt richtet sich der Vortrag an Filmbegeisterte wie Geschichtsinteressierte gleichermaßen. Reters' Analyse wird die Weimarer Filmkunst mit grundlegenden Fragen zu Macht, Angst und gesellschaftlichem Wandel verbinden.

Quelle