13 March 2026, 18:06

Ford Köln baut 2.900 Stellen ab – und vermeidet Zwangsentlassungen

Ein Plakat mit fetter, schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem dünnen schwarzen Rand, das "Trickle-Down Economics Doesn't Work" verkündet und einen Zitat von Präsident Biden enthält.

Der Schreckgespenst der Entlassungen verschwindet bei Ford - Ford Köln baut 2.900 Stellen ab – und vermeidet Zwangsentlassungen

Fords Werk in Köln hat in weniger als einem Jahr fast 3.000 Stellen abgebaut – Teil eines umfassenden Sparprogramms. Der Personalabbau folgt auf einen deutlichen Nachfrageeinbruch bei Elektrofahrzeugen, der das Unternehmen zwang, die Produktion zurückzufahren. Zwangsentlassungen konnten vermieden werden, nachdem sich genug Mitarbeiter freiwillig für einen Austritt entschieden hatten.

Die Stellenstreichungen begannen im Januar, als Ford überraschend von zwei auf eine Schicht umstellte. Dadurch halbierte sich die wöchentliche Produktion des Ford Puma von etwa 1.200 auf nur noch 600 Fahrzeuge. Auch die tägliche Ausbringung sank – von rund 170 auf 85 Fahrzeuge.

Das Unternehmen hatte mit möglichen betriebsbedingten Kündigungen gedroht, falls die Ziele nicht erreicht würden. Doch bis zum letzten Sommer einigte sich Ford auf ein Sparprogramm, das den Abbau von 2.900 Stellen vorsah. Rund 2.100 Mitarbeiter nahmen ein freiwilliges Abfindungsangebot an, weitere 800 Arbeitsplätze wurden an externe Investoren übertragen. So ließen sich Zwangsentlassungen vermeiden.

Sobald die Kürzungen abgeschlossen sind, wird die Belegschaft im Kölner Werk auf unter 9.000 Beschäftigte schrumpfen – zu Beginn des Jahres waren es noch etwa 10.500. Ford hatte sich auf eine zweite Phase der Stellenstreichungen vorbereitet, falls nötig, doch die Sparziele wurden ohne weitere Maßnahmen erreicht.

Die Umstrukturierung hinterlässt das Werk in Köln mit einem schlankeren Team und einer geringeren Produktionskapazität. Der Standort arbeitet nun im Einschichtbetrieb – ein Zeichen für die nachlassende Marktnachfrage. Aktuell sind keine weiteren Entlassungen geplant.

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