16 March 2026, 00:32

Feuer zerstört nachhaltiges Start-up – doch die Gründer geben nicht auf

Eine Zeichnung eines einstürzenden Gebäudes mit zerbrochenen Fenstern und einem hellen orangefarbenen und gelben Feuer im Hintergrund auf einem Papier mit etwas Text.

Feuer zerstört nachhaltiges Start-up – doch die Gründer geben nicht auf

Verheerender Brand zerstört Start-up für plastikfreien 3D-Druck

Ein verheerendes Feuer hat Willowprint, ein Start-up, das sich auf plastikfreien 3D-Druck spezialisiert hatte, in den Ruin getrieben – just in dem Moment, als die Gründer einen Pop-up-Store eröffnen wollten. Der Brand brach am 14. November aus und vernichtete die gesamte Ausstattung sowie die Materialien des Unternehmens. Wie Ermittler später bestätigten, war ein elektrischer Defekt im Gebäude die Ursache – ohne jeden Zusammenhang mit den Aktivitäten von Willowprint.

Die Mitgründer Joost Meyer und Federico Garrido hatten den Pop-up-Store geplant, um ihre Innovation vorzustellen: 3D-Druck mit recycelbaren, biologisch abbaubaren Materialien statt mit Kunststoff. Das Start-up, ein Spin-off der RWTH Aachen, hatte kurz zuvor eine Förderung in Höhe von 600.000 Euro aus dem Landesprogramm "Gründungsförderung Grün" erhalten. Diese finanzielle Absicherung gab dem Team trotz des Brandes und des Verlusts ihres Arbeitsraums Halt.

Die Versicherung weigerte sich jedoch, die Verluste von Willowprint zu decken, und erstattete lediglich die strukturellen Gebäudeschäden. Trotz des Rückschlags fand das Team schnell einen neuen Standort und unterzeichnete einen Mietvertrag für eine Industriehalle. Meyer äußerte sich inzwischen vorsichtig optimistisch und betonte, dass die Situation ihnen nun die Möglichkeit biete, ihr Projekt in eigenem Tempo weiterzuentwickeln und mit neuen Ideen zu experimentieren.

Mittlerweile arbeitet Willowprint von einem neuen Industriegelände aus – gestützt durch die zuvor bewilligte Förderung. Die finanziellen Folgen des Brandes sind zwar noch spürbar, doch das Unternehmen setzt seine Arbeit an nachhaltigem 3D-Druck fort. Der Fokus bleibt darauf, die Technologie auszubauen, ohne auf herkömmliche Kunststoffe zurückzugreifen.

AKTUALISIERUNG

Willowprints neue Adresse und erweitertes Team: Resilienz nach dem Brand

Das Start-up hat den Betrieb von seiner neuen Basis in Aachen aus fortgesetzt. Wichtige Entwicklungen sind:

  • Collective Incubator, Jülicher Straße 209d dient nun als ihr industrielles Zentrum.
  • Das Team wurde um Ana Martarello, Laurin Toussaint und Emilia Grüne in Produktions- und Forschungsrollen erweitert.
  • Die Gründer Joost Meyer und Federico Garrido bleiben zentral für die Unternehmensrichtung.