14 March 2026, 00:06

FDP in der Krise: Höne stellt Dürrs Führung infrage und warnt vor "existenziellem Niedergang"

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FDP in der Krise: Höne stellt Dürrs Führung infrage und warnt vor "existenziellem Niedergang"

Die FDP steht vor wachsender Unsicherheit in der Führungsfrage nach einer Reihe von Rückschlägen. Henning Höne, Landesvorsitzender der Partei in Nordrhein-Westfalen, hat sich in einem aktuellen Interview geweigert, den bisherigen Bundesvorsitzenden Christian Dürr zu unterstützen. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der die Partei mit dem zu kämpfen hat, was Höne als "existenzielle Krise" bezeichnet – ausgelöst durch schlechte Wahlergebnisse und interne Probleme.

Die Schwierigkeiten der FDP verschärften sich nach der Niederlage bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg. Dürrs Position als Bundesvorsitzender wirkt zunehmend instabil, während mehrere Namen als mögliche Nachfolger gehandelt werden. Dazu zählen Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Wolfgang Kubicki, Bijan Djir-Sarai, Linda Teuteberg – und sogar Höne selbst.

Höne sparte nicht mit Kritik am Zustand der Partei. Er beschrieb die FDP als in einer "tiefen Talfahrt" gefangen, seit sie bei der Bundestagswahl 2021 noch 11,5 Prozent der Stimmen geholt hatte. Zwar ist die Partei weiterhin in einigen Landesregierungen vertreten, doch die Mitgliederzahl ist von über 168.000 im Jahr 1990 auf etwa 77.000 im Jahr 2021 eingebrochen.

Rechtliche Auseinandersetzungen verschärfen den Druck. Im Mai 2025 stoppte das Verfassungsgericht Nordrhein-Westfalens eine Neuverteilung der Ratssitze für die Kommunalwahlen 2025 – ein Schritt, den Höne als Sieg gegen ein "schwarz-rot-grünes Machtkartell" deutete. Trotz aller Widrigkeiten verwies er auf verbleibende Stärken der FDP: 70.000 Mitglieder und erfahrene Persönlichkeiten wie Strack-Zimmermann und Kubicki.

Ein möglicher Führungswechsel würde voraussichtlich bis zum nächsten Bundesparteitag warten, der für den 30. und 31. Mai 2026 in Berlin geplant ist. Höne warnte jedoch, dass ein bloßer Austausch Dürrs die tieferliegenden Probleme der Partei nicht lösen werde.

Die FDP steht nun vor einer entscheidenden Phase, in der sie über ihre Zukunft diskutiert. Mit inneren Spannungen und sinkender Unterstützung muss die Partei sowohl Führungs- als auch strukturelle Herausforderungen angehen, bevor es 2026 zum Parteitag kommt. Das Ergebnis könnte ihre Rolle in der deutschen Politik für die kommenden Jahre prägen.

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