06 May 2026, 16:03

FDP-Chef Höne attackiert Merz' Gesundheitsreform als "wirtschaftsfeindlich"

Ein buntes illustriertes Dokument mit der Überschrift "Die glorreiche Reform im Parlament", das mutige Texte und verschiedene lächelnde Menschen zeigt, die Hoffnung und Fortschritt symbolisieren.

FDP-Chef Höne attackiert Merz' Gesundheitsreform als "wirtschaftsfeindlich"

Henning Höne, Landesvorsitzender der FDP in Nordrhein-Westfalen, hat die geplanten Gesundheitsreformen der Regierung scharf kritisiert. Seiner Ansicht nach werden die Änderungen die Kosten für Arbeitnehmer und Unternehmen in die Höhe treiben – und das in einer Zeit, in der die Wirtschaft ohnehin schon mit Absatzschwierigkeiten kämpft. Die Äußerungen fallen in die Phase, in der Höne sich auf seine Kandidatur für den Bundesvorsitz der Freien Demokratischen Partei Ende dieses Monats vorbereitet.

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Höne warf Bundeskanzler Friedrich Merz vor, marktwirtschaftliche Prinzipien zugunsten einer Politik aufgegeben zu haben, wie sie eher der SPD entspricht. Die gebrochenen Versprechen des Kanzlers hätten das Vertrauen der Bevölkerung in die Regierung bereits schwer beschädigt, so Höne. Die Kritik kommt nach einem Jahr, in dem die aktuelle schwarz-rote Koalition in den Umfragen hinter die vorherige Ampel-Regierung zurückgefallen ist.

Besonders die geplante Reform der Krankenversicherung zog Hönes scharfe Kritik auf sich. Er warnte, dass die Maßnahmen die wirtschaftliche Erholung eher behindern als fördern würden, da sie die finanzielle Belastung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer erhöhten. Über die Gesundheitspolitik hinaus identifizierte er die allgemeinen wirtschaftlichen Herausforderungen als das drängendste Problem des Landes.

Mit der für Ende Mai anstehenden Wahl des FDP-Parteivorsitzenden positioniert sich Höne als Kandidat, der entschlossenere Reformen vorantreiben will. Die bisherige Amtsführung von Kanzler Merz bezeichnete er als schwach und forderte von der Regierung mehr Selbstkritik ein. Verzögerungen und Untätigkeit bei bereits beschlossenen Reformvorhaben verschärften die Lage nur zusätzlich, so Höne.

Über seine Kandidatur für den FDP-Vorsitz wird auf dem Parteitag am 27. Mai entschieden. Seine Kritik an der Gesundheitsreform und der allgemeinen Wirtschaftspolitik deutet auf einen Kurs hin, der stärker auf marktwirtschaftliche Lösungen setzt. Das Ergebnis der Abstimmung könnte Einfluss darauf haben, wie deutlich die Partei künftig als Opposition zur Agenda der aktuellen Regierung auftritt.

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