Essen setzt auf LED-Straßenlaternen – 41 Prozent weniger Stromverbrauch geplant
Lukas HartmannEssen setzt auf LED-Straßenlaternen – 41 Prozent weniger Stromverbrauch geplant
Essen beschleunigt Umstellung auf LED-Straßenlaternen angesichts stark gestiegener Energiekosten
Die Stadt Essen treibt die Umrüstung auf LED-Straßenbeleuchtung voran, nachdem die Energiepreise aufgrund des russischen Angriffskriegs in der Ukraine drastisch angestiegen sind. Innerhalb der nächsten 18 Monate sollen 14.000 Leuchtkörper mit energieeffizienten LED-Modulen nachgerüstet werden.
Die alten Beleuchtungssysteme werden durch LED-Nachrüstsets ersetzt, die je nach Modell zwischen 256 und 271 Euro kosten. Die Gesamtbeschaffungskosten belaufen sich voraussichtlich auf rund 3,8 Millionen Euro. Trotz der hohen Investition versprechen die neuen Module erhebliche Einsparungen: Der Energieverbrauch soll um etwa 41 Prozent sinken.
Die LEDs reduzieren den Stromverbrauch von bisher 53 Watt auf etwa 12 Watt – bei gleicher Helligkeit. Dadurch entfallen aufwendige Berechnungen zur Lichtstärke. Zudem rechnet die Stadt mit einer Lebensdauer der neuen Leuchten von rund 20 Jahren, was die langfristigen Wartungskosten senkt.
Das Essener Straßenbeleuchtungsnetz umfasst über 55.000 Lichtpunkte, von denen bereits 36 Prozent auf LED-Technik setzen. Die Straßenverkehrsbehörde plant, die aktuellen Modernisierungsarbeiten innerhalb von 18 Monaten abzuschließen. Die endgültige Freigabe hängt jedoch von einer Abstimmung im Essener Stadtrat am 28. August ab.
Nach Abschluss der Umrüstung werden nicht nur der Energieverbrauch, sondern auch die langfristigen Ausgaben sinken. Der Vorstoß der Stadt für mehr Effizienz kommt zu einer Zeit, in der steigende Kosten eine schnellere Einführung nachhaltiger Lösungen erzwingen. Die Entscheidung des Rates Ende dieses Monats wird zeigen, ob das Projekt wie geplant umgesetzt wird.






