Essen feiert Stadtgeschichte und prägende Frauen am Tag der Archive 2026
Philipp KrügerEssen feiert Stadtgeschichte und prägende Frauen am Tag der Archive 2026
Essen feierte am 8. März 2026 seine Stadtgeschichte und das Erbe von Frauen
Anlässlich des Tags der Archive öffnete das Haus der Essener Geschichte gemeinsam mit dem Stadtarchiv Essen seine Türen und bot den Besucherinnen und Besuchern Einblicke in die Archivarbeit – verbunden mit einer Würdigung prägender Persönlichkeiten der Stadt. Die alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung stand 2026 zudem im Zeichen des Internationalen Frauentags und rückte Essens Engagement für die Bewahrung von Frauengeschichte in den Fokus.
Der Tag der Archive 2026 lud die Öffentlichkeit ein, historische Dokumente und Orte der Stadt zu erkunden. Ein Höhepunkt war das Haus der Essener Geschichte, das als offizieller FrauenOrt – eine Auszeichnung für Stätten der Frauengeschichte – ausgewiesen ist. Zwar war das Projekt FrauenOrt Essen bereits 2023 mit einem ersten Standort in Wülfrath gestartet, doch bis März 2026 waren auch Essener Orte wie die Gedenkstätten für Äbtissin Mathilde im Domschatzkammer und die jüdische Pädagogin Nelli Neumann im Stadtarchiv vollumfänglich in das Netzwerk integriert.
Führungen und Sonderausstellungen prägten den Tag und lenkten den Blick auf die Verdienste von Frauen in der Essener Geschichte. Besonders gewürdigt wurde Nelli Neumann, eine jüdische Lehrerin, die einst im Haus der Essener Geschichte lebte. Ihr Gedenken ist bereits durch einen Stolperstein am Ernst-Schmidt-Platz verankert.
Oberbürgermeister Thomas Kufen nahm an der Veranstaltung teil und dankte den Mitarbeitenden des Archivs sowie lokalen Geschichtsinitiativen für ihr Engagement. Er betonte ihre zentrale Rolle dabei, Essens Erinnerungskultur zu bewahren und Geschichten wie die von Nelli Neumann für kommende Generationen zugänglich zu halten.
Der Tag der Archive 2026 unterstrich Essens Verpflichtung zur historischen Aufarbeitung – verbunden mit der Aufwertung von Frauengeschichte. Die Veranstaltung zeigte, wie durch Projekte wie FrauenOrt oder individuelle Ehrungen wie den Stolperstein für Nelli Neumann die Vergangenheit der Stadt dokumentiert und vermittelt wird. Durch öffentliche Beteiligung und geführte Aktivitäten erreichten diese Geschichten ein breites Publikum.






