Dürener Hauptbahnhof wird für 25 Millionen Euro zum modernen Knotenpunkt umgebaut
Philipp KrügerDürener Hauptbahnhof wird für 25 Millionen Euro zum modernen Knotenpunkt umgebaut
Lokale Verantwortliche und Bahnvertreter trafen sich diese Woche am Dürener Hauptbahnhof, um die Zukunft des Bahnhofs zu gestalten. Im Mittelpunkt des Treffens standen sowohl kurzfristige Aufwertungen als auch eine langfristige Umgestaltung im Rahmen eines 25-Millionen-Euro-Projekts. Zu den Teilnehmenden zählten Bürgermeister Frank Peter Ullrich, Landrat Dr. Ralf Nolten und der Bundestagsabgeordnete Thomas Rachel (CDU) sowie Vertreter der Deutschen Bahn und lokale Politiker:innen.
Aktuell verfügt der Bahnhof über grundlegende, aber funktionale Einrichtungen. Drei Aufzüge ermöglichen barrierefreien Zugang zu den 76 Zentimeter hohen Bahnsteigen. Gleis 1 ist 321 Meter lang und mit Leitstreifen für Sehbehinderte ausgestattet, allerdings fehlen Markierungen für die Zugabschnitte. Überdachte Wartebereiche, Sitzgelegenheiten und digitale Fahrgastinformationen sind vorhanden, doch ein DB-Servicepunkt oder ein Mobilitätsservice vor Ort sucht man vergeblich.
Kernpunkt der Diskussionen war ein 25-Millionen-Euro-Plan, der den Bahnhof zu einem modernen, multifunktionalen Knotenpunkt ausbauen soll. Das Vorhaben, für das 2026 der formelle Förderantrag gestellt werden soll, sieht die Einbindung in das Dürener Innovationsquartier vor. Rund 17 Millionen Euro an Fördermitteln sind bereits vorgesehen.
Noch vor dem großen Umbau wurden jedoch auch kurzfristige Maßnahmen beschlossen: häufigere Reinigungsintervalle, verstärkte Sicherheitsvorkehrungen und kleinere Instandsetzungen, um den Alltagsbetrieb zu verbessern. Zudem sprach die Runde über die Bewältigung von Einschränkungen durch nahe Baustellen – etwa die geplanten Schienenersatzverkehre mit Bussen in den Jahren 2025 und 2026.
Weitere zentrale Themen betrafen die Zukunft des Regionalverkehrs. Geplant sind die Integration der Rurtalbahn sowie eine Korridorsanierung der Bahnstrecke ab 2029. Bürgermeister Ullrich betonte, wie wichtig es sei, die Bedürfnisse der Fahrgäste in den Vordergrund zu stellen. Er rief zu einer kontinuierlichen Zusammenarbeit aller Beteiligten auf, um die Pläne zügig umzusetzen.
Die heutige Ausstattung des Bahnhofs ist zwar nutzbar, zeigt aber ihr Alter. Die Bahnsteige bieten teilweise Wetterschutz, und grundlegende Services wie Sitzmöglichkeiten und Echtzeit-Anzeigen sind vorhanden. Dennoch machen Lücken – etwa das Fehlen eines dedizierten Servicepunkts – deutlich, wo Handlungsbedarf besteht. Regionale Bauarbeiten, wie die zwischen Hagen und Köln von Februar bis Juli 2026, könnten den Betrieb vorübergehend beeinträchtigen und unterstreichen die Notwendigkeit transparenter Kommunikation während der Umbaumaßnahmen.
Das Treffen definierte klare nächste Schritte für den Dürener Hauptbahnhof: Kurzfristig stehen Sauberkeit, Sicherheit und Instandhaltung im Fokus, während das 25-Millionen-Projekt langfristig einen modernen Verkehrs- und Begegnungsort schaffen soll. Mit gesicherten Mitteln und dem Antragstermin 2026 geht es nun in die Detailplanung und Abstimmung mit der Öffentlichkeit.