05 June 2026, 17:25

Drei Kliniken schließen plötzlich – Hunderte Jobs und Patientenversorgung in Gefahr

Klinikschließungen: SPD übt scharfe Kritik an der Vorgehensweise der Kplus-Gruppe

Drei Kliniken schließen plötzlich – Hunderte Jobs und Patientenversorgung in Gefahr

Die plötzliche Schließung von drei großen Gesundheitseinrichtungen hat unter lokalen Politikern und Verantwortlichen Empörung ausgelöst. Die St.-Lukas-Klinik in Ohligs sowie die Krankenhäuser in Haan und Hilden werden bis Ende Januar 2024 geschlossen. Beschäftigte, denen zunächst versichert wurde, sie könnten innerhalb des Netzwerks versetzt werden, stehen nun kurz vor Weihnachten unerwartet vor dem Jobverlust.

Die beiden Co-Vorsitzenden Manfred Ackermann und Sabine Vischer-Kippenhahn verurteilten die Entscheidung als rücksichtslos. Ackermann bezeichnete die Behandlung der Mitarbeiter als „absolut verantwortungslos“ und forderte eine zuverlässige medizinische Versorgung für Patienten, die nun ohne lokale Angebote dastehen. Vischer-Kippenhahn fragte, wie die Beschäftigten in der Region innerhalb weniger Monate – und ausgerechnet in der Weihnachtszeit – neue Arbeitsplätze finden sollten.

Die Verantwortlichen kritisierten zudem das Fehlen einer durchdachten Planung seitens des Betreibers und der Landesregierung. Ackermann nannte den schrittweisen Abbau der Krankenhäuser „unverständlich“, ohne dass klare Alternativen für die medizinische Versorgung erkennbar seien. Vischer-Kippenhahn betonte, dass sowohl die Bevölkerung als auch die Mitarbeiter mehr verdienten als das gegenwärtige Chaos.

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Ackermann zeigte sich solidarisch mit den betroffenen Arbeitnehmern und bezeichnete die Situation als „inakzeptabel“. Beide Co-Vorsitzende bestanden darauf, dass das Land eingreifen müsse, um weiteren Schaden von der Region abzuwenden.

Die Schließungen hinterlassen Hunderte Beschäftigte ohne Arbeit und Patienten ohne nahgelegene Versorgungsmöglichkeiten. Lokale Vertreter fordern von der Landesregierung dringendes Handeln, um die Krise zu bewältigen. Ohne Gegenmaßnahmen droht der Region ab Anfang 2024 eine erhebliche Versorgungslücke im Gesundheitsbereich.

Quelle

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