Dokumentarfilm zeigt Schicksal der "vaterlosen" Nachkriegskinder in Troisdorf
Philipp KrügerDokumentarfilm zeigt Schicksal der "vaterlosen" Nachkriegskinder in Troisdorf
Neuer Dokumentarfilm über die "Vaterlosen" der Nachkriegszeit – Sonntagsvorführung in Troisdorf
Am kommenden Sonntag wird in Troisdorf der Dokumentarfilm "Söhne ohne Väter" gezeigt, der sich mit dem Leben von Kindern beschäftigt, die nach dem Zweiten Weltkrieg ohne Vater aufwuchsen. Unter der Regie von Andreas Fischer untersucht der Film die langfristigen Folgen des väterlichen Fehlens für eine ganze Generation in Deutschland. Die Vorstellung findet in der Evangelischen St.-Johannes-Kirche statt, im Anschluss besteht die Möglichkeit zu einer Diskussion mit dem Filmemacher.
Fast jedes dritte Kind im Nachkriegsdeutschland verlor seinen Vater durch den Krieg. Viele dieser Kinder entwickelten eine besonders enge, mitunter überwältigende Bindung an ihre Mütter. Andere hatten mit emotionalen Konflikten zu kämpfen, wenn Stiefväter in ihr Leben traten und komplexe Familiendynamiken entstanden.
Der Dokumentarfilm enthält Gespräche mit Männern, die reflektieren, wie ihre vaterlose Kindheit ihr Erwachsenenleben prägte. Einige schildern Gefühle der Verlassenheit, andere berichten von einer durch die Stärke ihrer Mütter geprägten Widerstandsfähigkeit. Regisseur Andreas Fischer fängt ihre persönlichen Geschichten ein und zeigt dabei sowohl Leid als auch unerwartete Verbundenheit.
Die Vorstellung beginnt am Sonntag, dem 11. Mai, um 17:00 Uhr in der Evangelischen St.-Johannes-Kirche (Viktoriastraße 1, 53840 Troisdorf). Der Eintritt ist frei, im Anschluss an den Film wird Andreas Fischer mit dem Publikum ins Gespräch kommen.
Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit, aus erster Hand von einer Generation zu hören, die durch die Kriegsfolgen geprägt wurde. Besucher können sich direkt mit dem Filmemacher und einigen der Porträtierten austauschen. Die Kirche hat bestätigt, dass die Vorführung wie geplant stattfindet – eine Anmeldung oder Eintrittskarte ist nicht erforderlich.






