Bundeswehr und Wirtschaft in NRW starten historische Zusammenarbeit für mehr Sicherheit
Ida MüllerBundeswehr und Wirtschaft in NRW starten historische Zusammenarbeit für mehr Sicherheit
Erste gemeinsame Sitzung von Bundeswehr und Wirtschaft in Düsseldorf
In Düsseldorf fand kürzlich ein Austausch zwischen der Bundeswehr und Vertretern der nordrhein-westfälischen Wirtschaft statt. Das Treffen markierte die erste gemeinsame Sitzung des Landeskommandos mit den Industrie- und Handelskammern (IHKs) des Landes. Rund 30 Teilnehmer waren anwesend, darunter Vertreter aus Landesministerien und militärischen Dienststellen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen der Bundeswehr und der Privatwirtschaft in Nordrhein-Westfalen. Brigadegeneral Müller betonte die Notwendigkeit einer engeren Kooperation und bezeichnete die IHKs als unverzichtbare Partner in diesem Prozess. Er erläuterte, wie Unternehmen die Verteidigungsfähigkeiten unterstützen könnten – insbesondere in den Bereichen Logistik, Energieversorgung und Beschaffung.
Das Landeskommando Nordrhein-Westfalen pflegt bereits regelmäßig den Kontakt zu den IHKs. Die Sitzung bot detaillierte Einblicke in die Anforderungen der Bundeswehr und soll den Kammern ermöglichen, Unternehmen, die an Rüstungsaufträgen interessiert sind, zielgenauer und schneller zu beraten.
Vertreter des Bundesamts für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw) sowie des Bundesamts für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) informierten über den „Einsatzplan Deutschland“. Dieser skizziert die Rolle des Militärs beim Schutz kritischer Infrastruktur im Rahmen des „Germany-Hub“-Konzepts*.
Dr. Ralf Mittelstädt, Hauptgeschäftsführer der IHK Nordrhein-Westfalen, unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit: Eine funktionsfähige Wirtschaft mit gesicherten Transportwegen, Energieversorgung und flexiblen Beschaffungsstrukturen sei entscheidend, damit die Bundeswehr aktuelle Sicherheitsherausforderungen bewältigen könne.
Die Veranstaltung steht im Kontext der Neuausrichtung der deutschen Sicherheitspolitik hin zu mehr Verteidigungsfähigkeit und Resilienz. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine hat dieser Wandel an Fahrt aufgenommen. Ziel des Treffens war es, die nordrhein-westfälische Wirtschaft besser auf die künftigen operativen Anforderungen der Bundeswehr vorzubereiten.






