06 May 2026, 05:10

Bundesregierung kürzt Wohnungsbau-Etat um eine Milliarde Euro – Kritik wächst

Eine Gruppe von Menschen marschiert mit einer 'Solidarität und Feminismus'-Schlagzeile die Straße entlang, mit geparkten Fahrzeugen, Gebäuden, einer Schüsselantenne und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Bundesregierung kürzt Wohnungsbau-Etat um eine Milliarde Euro – Kritik wächst

Die Bundesregierung plant drastische Kürzungen im Wohnungsbau, um Haushaltslücken zu schließen. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat vorgeschlagen, den Etat des Bundesbauministeriums um eine Milliarde Euro zu reduzieren. Der Schritt stößt bereits auf Kritik bei Oppositionsparteien und löst Forderungen nach Reformen vonseiten der Länder aus.

Betroffen von den geplanten Einsparungen sind vor allem Wohngeldleistungen, ein zentraler Bereich des Ministeriums. Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) will die Sparziele durch eine Umstrukturierung dieser Zahlungen erreichen. Gleichzeitig fordern Vertreter der Länder umfassendere Änderungen des Systems.

Ina Scharrenbach, Bauministerin von Nordrhein-Westfalen (CDU), plädierte für tiefgreifende Reformen. Sie schlug vor, die in Bundesgesetzen verankerte Schriftformpflicht abzuschaffen, die ihr Land jährlich 2,2 Millionen Euro kostet. Zudem forderte Scharrenbach eine engere Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern, um die Verfahren zu vereinfachen.

Kritik an den Kürzungen kam prompt von der Opposition. Sahra Mirow, wohnungspolitische Sprecherin der Linken, warnte, dass geringere Leistungen Mieter unzumutbar belasten und die Obdachlosigkeit verschärfen würden. Die Grünen-Politikerin Mayra Vriesema hingegen forderte stattdessen strengere Mietpreisbremse, um den Bedarf an Wohnungsbauhilfen von vornherein zu verringern.

Der Plan der Regierung, die Wohnungsbauausgaben um eine Milliarde Euro zu kürzen, hat eine Debatte über Gerechtigkeit und Effizienz ausgelöst. Landesminister und Oppositionspolitiker drängen nun auf alternative Reformen, darunter vereinfachte Abläufe und schärfere Mietvorschriften. Die endgültige Entscheidung über die Haushaltsanpassungen wird maßgeblich prägen, wie die Wohnungsförderung in den kommenden Jahren ausgestaltet wird.

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