28 June 2026, 10:04

Bundeshaushalt 2023 kürzt kommunale Mittel um über eine Milliarde Euro

Jürgen Hardt, MP (CDU): Neues Bundeshaushalt lässt Kommunen zurück

Bundeshaushalt 2023 kürzt kommunale Mittel um über eine Milliarde Euro

Der Bundeshaushalt 2023 hat die Mittel für kommunal relevante Maßnahmen im Vergleich zu 2022 um rund 1,071 Milliarden Euro gekürzt. Die Gesamtzuweisungen belaufen sich nun auf etwa 86,515 Milliarden Euro – ein deutlicher Rückgang der Unterstützung für Gemeinden und zentrale Dienstleistungen.

Die Kürzungen betreffen zahlreiche Bereiche, die für die lokale Gemeinschaft von entscheidender Bedeutung sind. Die Förderung von Kunst und Kultur ist im Vergleich zum Vorjahr um 88,992 Millionen Euro gesunken, seit 2021 sogar um 144,339 Millionen Euro. Auch Sportstätten wurden gestrichen, sodass viele Schwimmbäder, Sportplätze und kulturelle Wahrzeichen ohne ausreichende Finanzierung dastehen.

Die Mittel für migrationsbezogene Aufgaben wurden reduziert, was die Integration von Neuankömmlingen erschwert. Zudem wurden die Gelder für den Zivilschutz gekürzt, darunter auch die Zuwendungen für Organisationen wie das Technische Hilfswerk (THW) und die Malteser. Dies wirft Fragen auf – besonders nach den jüngsten Großschadenslagen.

Die finanzielle Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) wurde ebenfalls verringert, was die lokale Wirtschaft zusätzlich belastet. Städte wie Remscheid, Solingen und Wuppertal, die ohnehin schon unter Haushaltsnöten leiden, könnten nun auf dringend benötigte Hilfen verzichten müssen. Zudem hat die Bundesregierung ihre früheren Zusagen zur Altlastenregulierung der Kommunen nicht eingehalten.

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Insgesamt zeigt der Haushalt 2023 im Vergleich zu 2021 einen Rückgang der kommunalen Förderung um etwa 889 Millionen Euro. Damit endet eine Phase stärkerer Bundeshilfen für die lokale Ebene.

Die Kürzungen werden viele Gemeinden ohne essenzielle Mittel zurücklassen. Lokale Dienstleistungen, Kulturprojekte und Wirtschaftsförderungen geraten unter größeren Druck. Zudem drohen Zivilschutz und Integrationsmaßnahmen im ganzen Land geschwächt zu werden.

Quelle